Einfach mal innehalten

So wie die Steine am Strand, können wir auch einfach mal nix machen. Keine unnötige Energie verbrauchen, keinen Service in Anspruch nehmen, einfach nur Ruhe. Obwohl, beim Laufen am Strand ist gar nicht so viel Ruhe. Die Wellen rauschen mit kurzen Abständen heran, überspülen die Steine, den Sand und den gestrandeten Seetang. Bei jeder Welle und bei jedem Schritt auf diesen erheben sich hunderte Fliegen und anderes Kleingetier, die den Seetang zum Schutz aufsuchen. Bei jeder Welle fließt das Wasser über die Steine und formt diese, höhlt sie aus, lässt sie zerfallen zu Sand. Das braucht Zeit. Aber die Erde hat Zeit. Gut, gerade für nur einen kurzen Augenblick leben Menschen auf ihr…

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Genauso, wie bei uns zu Hause im Vogtland, ist es falsch den Bedarf an Infrastruktur an den regionalen Zulassungszahlen fest zu machen. Die Arten an Fahrzeugen, die die Region besuchen, ist entscheidend. Wenn man dann noch mit Elektromobilität wirbt, muss man darauf gefasst sein, dass Elektromobilisten kommen und etwas anbieten können. Und wir als Elektromobilisten können den Bedarf nur widerspiegeln wenn wir uns auf den Weg machen und zeigen, dass es uns gibt und nicht vor lauter Bedenken dann das andere Auto nehmen.

RÜGEN GRÜNE INSEL

Heute bin ich auf diesen WP-Artikel gestoßen: https://igembb.wordpress.com/2017/04/14/urlaub-in-wiek-auf-rugen-ein-fazit-aus-emobiler-sicht/

Genau passend für unseren Urlaub.

Wir haben und wollen nicht die Wahl zwischen Verbrenner, Hybrid oder Elektroauto. Wir fahren einfach Elektroauto. Vor drei Jahren hätte sich die Anfahrt mit unserem eGolf, in uns angemessener Zeit (also innerhalb eines Tages), noch schwierig gestaltet. Da war zwischen Neuruppin und Stralsund kein Schnellladen mit CCS möglich. Das ist Geschichte. Im Gegenteil, die Infrastruktur im Norden funktionierte besser als vom Vogtland nach Berlin. Da auf der Autobahn die Ladestationen von den Energieriesen übernommen wurden, sind diese gewohnheitsmäßig nicht zuverlässig zu benutzen. Es wird nicht geschafft die Software am Laufen zu halten. Somit fuhren wir nach Köckern von der Autobahn und benutzten die Landstraße um nach Ziesar, Neuruppin und Neustrelitz zu kommen. In Neustrelitz verbrachten wir zu Mittag eine interssante Ladeweile http://www.leea-mv.de Sehr sehenswert. In Stralsund kurz vorm Rügendamm nutzten wir die letzte Schnellladung um dann auf die „Grüne Insel“ Rügen zu fahren. Konzepte, die man liest lassen ja viel versprechen, aber vor Ort sieht es anders aus: https://www.lk-vr.de/Kreisportrait/Klimaschutz/Projekte-und-Konzeptideen/Konzeptideen/Nachhaltige-und-zukunftsweisende-Mobilität-auf-Rügen.php?object=tx,2151.1&ModID=7&FID=2152.6992.1&NavID=2152.422&La=1

Rügen ist zwar unsere Destination, um aber auf der Insel von A nach B zu kommen fährt man schon mal 100 km hin und her. Somit müssten wir dann am Ende des Tages oder am „Erlebnisort“ eine Lademöglichkeit vorfinden. An unserem Ferienhaus-Standort wurde uns eine Möglichkeit nach Rücksprache des Vermieters zugesichert. Da das Parken am Ferienhaus aber nicht erlaubt ist, fiel die Ladung aus der „heimischen“ Steckdose schon mal aus. Der Hausmeister vor Ort schaffte uns aber gleich einen Ladeplatz beim Fahrradverleih des Ferienparks. Vielen lieben Dank. So laden wir jetzt jeden zweiten Tag unter den neugierigen Blicken der Touris unser Auto auf. Sogar am Strand hört man Leute reden: „Da sind welche mit ’nem Elektroauto da!“ Weiter geht’s zum Karl’s Erdbeerdorf nach Zirkow. Nicht, wie bei Berlin, gibt es hier eine Ladestation. Wir steuern zielstrebig den Hinterhof mit Versorgungsfahrzeugen an, bleiben vorm Tor stehen und fragen einen Mitarbeiter, der Gabelstapler fährt, ob man hier bisschen Strom zum Auto laden bekommt. Er springt vom Gabelstapler: „Ich hole mal die Kabeltrommel!“ Im Nu ist das Kabel bis zum Bretterzaun und zum Auto gezogen und perfekt, wir laden. Kleiner Smalltalk mit dem Mitarbeiter und dann ab ins Vergnügen. Bei der Zeit, die wir bei Karl’s verbringen, ist das Auto, als wir wiederkommen, voll. Das war doch ganz einfach. Und Hausmeister sind Feunde 😉.

Auf dem Rückweg fuhren wir in Ralswiek vorbei. Da habe ich im Vorfeld von zu Hause aus beim Störtebeker Festival angerufen, weil ich gesehen habe, dass dort eine Ladesäule bei goingelectric.de registriert ist bzw. war. Da stand auch, dass diese während der Vorstellung nicht nutzbar ist, weil ab 17:00 keiner mehr in den Ort fahren darf. Verständlich, da die Parkmöglichkeiten zur Vorstellung begrenzt sind. Auf meine Nachfrage, ob man denn für ladewillige Elektromobilisten eine Ausnahmeregelung schaffen könne und weil der Sponsor Nissan eine Ladung während der Vorstellung explizit auf seiner Website ausschreibt, wurde ich gefragt, „ob ich hier jemanden verarschen will?“

Quelle: https://automobile-guenther.de/nissan-guenther-news-und-neuigkeiten/stoertebeker/

Nun haben wir vor Ort selbst festgestellt, dass der Eintrag bei goingelectric.de raus ist und es außerdem ein Typ1 Stecker ist- also eh nicht für unseren eGolf geeignet. Das wissen die Sponsoren sicher selbst nicht mal. Na, wir müssen ja nicht laden. Demnächst fahren wir mal nach Bergen. Da lasse ich mich gern eines Bessern belehren, wie es mit der Elektromobilität auf der „Grünen Insel“ vorangeht. Der Osten von Rügen sieht ja schon etwas besser aus. Da gibt es in den großen Seebädern Ladestationen, die Hotels betreiben. Vielleicht finden wir noch heraus, ob da jederman laden darf.

Quelle: goingelectric.de

Nur dass keine Fragen aufkommen: Wir überlegen uns jede Fahrt, verbinden Erlebnisse miteinander. Der Individualverkehr auf der Insel ist enorm. Viele Diesel- und Benzinfahrzeuge schlängeln sich täglich durch die Alleestraßen. Die Touristenzentren werden täglich mit Versorgungsfahrzeugen beliefert. Also insgesamt, viel Verkehr für eine Urlaubsinsel. Eine viel zu schöne Insel um sie mit unserem Verkehr zu stressen. Um mit dem Zitat von igembbadmin zu enden…“Fazit: Es ist schön hier und wir wollen die Schönheit ja erhalten. Wir kommen aber erst wieder, wenn Rügen verstanden hat.“ Wir zeigen auf, dass es durchaus möglich auch ohne Infrastruktur zu laden. Mit ein paar netten Worten und einer Erklärung geht vieles. Und diese netten Leute nehmen es als Erfahrung mit und bringen es an benötigter Stelle an. Wir bleiben dran. Es folgt demnächst bestimmt noch was, von der schönen Insel Rügen.

Es ist bunt

 

IMG_2018-05-10_08-51-45So bunt wie das Foto ist unser Leben, so bunt ist auch die Elektromobilität. Es braucht von jeden ein bisschen. So vielfältig wie die Menschen und ihre Mobilität, können auch die Modelle der Elektroautos sein. Der weiße Kumpan Roller für die kurze Strecke, bei schönem Wetter auf Arbeit, der kleine rote Twizy für Frank zum Spätdienst auf Arbeit, der weiße eGolf für die Fahrten in den Urlaub, die Kids zum Sport, zu Freunden oder auch zum Transportieren von allerlei Sachen. Omis weißer Zoe, wenn wir alle nicht da sind. Der blaue Tesla von Janbeck*s, wenn unsere lieben Freunde zu Besuch sind und und und.  Wie Uta Janbeck letztens geschrieben hat  „Gut Ding will Weile haben“ So ist es auch mit der Elektromobilität. Uta und ihr Mann haben sich auf dem Land für eine nachhaltige Gästebetreuung entschieden und nehmen täglich an der Entwicklung teil, die Welt ein bisschen besser zu machen. Hier verbinden sie die Nachhaltigkeit auch mit der Elektromobilität. Auch sie haben ihre Farben gefunden, wie ihr im Blogbeitrag lesen könnt. Auch mit dem Elektroauto kann man ihren Hof gut erreichen, wie ihr sicher schon im meinen vorigen Einträgen lesen konntet.                                                                        So bunt und vielfältig, wie die Menschen und ihr Leben, so vielfältig sind auch die Gründe, warum man mit sowas, wie Elektromobilität anfängt. Ich denke die Ersten hatten einfach eine Affinität zu Elektronik, die neue Technik, von Berufs wegen oder Hobby, basteln selbst und sind einfach Neuem gegenüber aufgeschlossen. Bei uns war es der Schritt zur PV-Anlage auf unserem Dach und die Erkenntnis, so viel Strom selbst zu erzeugen. Wie einfach es ist, wenn zu viel Strom da ist, der im Haushalt nicht verbraucht wird, diesen einfach ins Auto zu leiten. Bei manch Anderen brauchte es einfach ein neues Auto, mal geschaut, was es gibt von Elektroautos, und mittlerweile gibt es für jeden etwas und dann geht’s ganz schnell. So wie bei Mandy, die jetzt einen Ioniq fährt. Andere überlegen vorher länger. Brauchen eigentlich mehr Reichweite, weil der Arbeitsweg recht weit ist. Wie ist das mit dem Laden auf Arbeit, geht das? Mal sehen, ob das geht. Andere verbinden sogar direkt den Beruf mit dem Elektroauto, machen eine Ausbildung zum Elektromobilitätsberater, Energieberater, Autovermietung/ Carsharing. Somit öffnen sich auch neue Berufe rund um dieses Thema. Andere Berufe verschwinden oder ändern sich. So bunt wie die Elektromobilität wird auch das Berufsleben sein. Es ist Phantasie gefragt. Und auch träumen ist erlaubt: vom Unverpackt-Laden mit Twizy-Vermietung. Träume sind bunt. Täglich arbeiten wir an unserer bunten Welt. Behaltet eure Phantasie, seid offen für alles.

Sonnige Grüße Andrea

Unser Netz

Heute gibt es einmal einen Gastbeitrag, den mir Familie Topf zukommen lassen hat. Das war eine schöne Gegebenheit, wie sich eben Zufälle so ergeben. Unser Ralf hat Familie Topf „aufgegabelt“ und gleich mal unter die Elektromobilisten gebracht. Als sie sich zum Autofrühling am 7. April in Plauen über Elektroautos informieren wollten, gab Ralf ihnen den entscheidenden Tipp. Und dann sind sie doch gleich zu unserem Treffen am 14. April mit einem eUp angetreten. Das nenne ich mal Spontanität. Aber lest selbst.

Hier mal ein Bericht über die Erfahrungen die wir in den letzten 2 Wochen über E-Fahrzeuge sammeln konnten. Doch zunächst mal zu uns. Wir planen uns einen Zweitwagen zuzulegen der auch nicht besonders groß und viel Schnickschnack haben muss. Bei der Suche auf Onlineplattformen mussten wir feststellen, dass es auch schon gebrauchte E-Kleinwagen gibt, die durchaus auch in unseren Geldbeutel passen. Und dann kamen auch schon die ersten Fragen in Bezug auf Reichweite, Lademöglichkeiten, Fahrverhalten, Akkulebensdauer, Wintertauglichkeit, Unterhaltungskosten usw. Um etwas „Licht“ in unsere Unwissenheit zu bringen machten wir uns auf dem Weg nach Geraum einen Gebrauchtwagen Smart zu besichtigen. Der Wagen leider nicht vor Ort, sondern stand in der Filiale Altenburg zu einer Kundenbesichtigung. Dennoch hat sich der Neuwagenverkäufer Zeit genommen sich mit uns zu Unterhalten um auch unsere Fragen zu beantworten. Hier auch gleich mal an Lob an Ihn, das er sich die Zeit genommen hat, die er eigentlich nicht hatte. Er hätte uns auch einfach an die Gebrauchtwagenabteilung verweisen können. Da wir schon mal unterwegs sind, auf zum Nachbarautohaus VW wo es den Up und Golf geben soll. Rein in den Verkaufsraum, und da sah´s er auch, der freundliche Verkäufer des Hauses. J Auf die Frage was wir suchen bekamen wir vom Schreibtisch aus zur Antwort: „haben wir nicht da, und für den neuen e-Golf ist auch mindesten eine Wartezeit von einem Jahr einzuplanen.“ Gut dachten wir uns, der möchte sich mit uns nicht weiter unterhalten, dann schauen wir mal zum Hersteller Renault der wohl die meisten E-Fahrzeuge verkauft. Angekommen im Verkaufsraum kam auch gleich ein Verkäufer der nach unseren Anliegen fragte. Stirnrunzelnd begann er auch gleich uns das Vorhaben auszureden. Zu Teuer durch Akkumiete und Akkulebensdauer wie beim Handy. Schließlich empfiehl er uns nach Treuen zu fahren, dort gebe es einen Wagen wo man sich auch mehr in Richtung Öko befasst. Enttäuscht auf nach Plauen zum Autofrühling wo eine Elektromobilitätsmesse mit stadtfand. Dort angekommen ist uns auch gleich ein BMW Stand aufgefallen wo der I3 präsentiert wird. Fahrzeug von innen und außen betrachtet und kam uns etwas wie vom Science-Fiction vor. Beim Gespräch mit dem Verkäufer riet er uns gleich für Teures Geld eine Ladestation für zu Hause mit zu Kaufen. Allein der Fi Schutzschalter von Siemens soll es, glaube ich, zum Vorzugspreis für 600€ geben. Mit dem Gefühl, hier wird durch Zusatzkosten unser schmaler Geldbeutel beraubt, zogen wir schließlich weiter. Nachbarstand, ein Verkäufer eines Markenfreien Autohauses, absolut kompetent und gesprächsbereit, bot er uns auch zum Testen einen E-Wagen zum fairen Mietpreis an. Mit vor Ort, jede Menge Elektrobesitzer die sich in ihrer Freizeit mit ihrem Fahrzeug präsentieren. Mit sehr viel erhaltenen Informationen, entschlossen wir uns dann auch der Einladung zur Schlössertour durch Vogtland mit einem Mietwagen vom Autohaus Drommer teilzunehmen. Aufwendig organisiert und von Hilfsbereiten e-Fahrern umgeben, konnten wir einen schönen Ausflug genießen und auch sehr viel in punkto E Mobilität erleben. Unser Fazit zum e Fahrzeug: Fahrspaß und als Zweitwagen mit Hauseigener 220V Steckdose und Entfernung zur Arbeit bis 50km durchaus zu empfehlen. Für den Winterbetrieb würde ich vermutlich eine Standheizung per Wasser oder Luft mit einen kleinen 3Liter Kraftstofftank einbauen was durchaus kein Problem darstellt. Wenn mal weitergefahren werden sollte, nervt es total das es zum Laden kein einheitliches Zahlensystem gibt. Auch wenn ich z.B. mit dem Up an der meist verbreiten Ladestation Typ2 drei Stunden laden soll, nur weil der Hersteller keinen 3 Phasenkonverter verbaut hat, wo ich in einer Stunde fertig sein könnte.

MfG
Auto-Reifenservice
A. Topf

6. eMoT im Vogtland

So schnell geht es vorbei. Ein halbes Jahr Vorbereitungszeit, untergebracht in einen Tag von uns dreien, Ralf, Frank und mir, organisiert und durchgeführt. Die Idee dazu hatte Frank gleich nach dem letzten Treffen im Herbst 2017 im König Albert Hotel in Bad Elster. „Wir könnten doch eine Schlössertour machen!“ Nur mal so zum testen schaute ich, wo wir denn da anfangen könnten, die Route an Schlössern vorbei und den Zielort.

In Gedanken hatte ich noch die neue Kartoffel vom König Albert Hotel, die Kartoffelprinzessin Selina präsentierte. Die Kartoffel wird auf einem Feld oberhalb von Reichenbach angebaut und was liegt da also näher als die Burg Mylau und dazu die Kartoffelprinzessin für den Start. Somit war das erste Telefonat im Museum der Brug Mylau getätigt. Die Mitarbeiterinnen Frau Klausnitz und Frau Semeleit waren sofort mit dabei. Auch unser erster Stempelstandort war durch die schnelle Zusage von Selina Kohl als Kartoffelprinzessin gesichert.

Dasselbe passierte mir auch im Museum des Unteren Schloss Greiz. Die Mitarbeiterinnen hatten sofort ihre eigenen Ideen, wie sie sich am Etappenpunkt in Greiz einbringen wollten. Der Antrag auf die Durchfahrt in der Stadt an der Alten Wache vorbei wurde uns aber nicht genehmigt. Es fehlte die Veranstaltungsversicherung, die wir eigentlich als Privatorganisatoren nicht unbedingt abschließen wollten. Die Stadt kam uns da leider mit eigenen Ideen nicht entgegen. Somit leiteten wir dann am Samstag alle 50 Fahrzeuge auf den Parkplatz Landratsamt und die Teilnehmer stürmten zu Fuß den Rasen vorm Unteren Schloss. Wir wurden begrüßt von Frau Zill, der Freifrau von Groiz Johanna Kühnast sowie Koch- und Backmädel Heidi Körner, die auch das Stempeln übernahmen.

Weiter ging es mit Telefonieren für die Tour. Auf dem Plan stand für mich die Burgruine Liebau. Nach etwas Internetrecherche fand ich „De Gockeschen“ und mit Jörg Reinhardt und Anne Schwegler geriet ich an die richtigen zwei. Mit ihrer Vereinsarbeit machten sie unseren 3. Stempelort zu einem urigen Mittagspäuschen im Grünen. Neben den essenden Gästen tuckerten alte Maschinen zu mancher Verwunderung unserer Gäste. Aber, wer uns kennt weiß, dass wir Alt und Neu gern verbinden. Und unsere vergangene Technik gehört da einfach dazu. Gefühlt alle Mitstreiter im Verein waren auf den Beinen um uns die gute alte Zeit inklusive der Burgruine nahe zu bringen.

Mit meinen Ideen und Telefonaten noch nicht am Ende rief ich im Schloss Leubnitz an. Ein herzliches Gespräch folgte mit Frau Klebert, von den Freunden des Leubnitzer Schlosses e.V. Sie konterte dann gleich mit dem anstehenden Frühlingsfest am Schloss, und somit wurden wir Bestandteil mit unserer Tour am Wertungsstützpunkt Leubnitz. Frau Klebert, Herr Witt und Herr Ficker unterstützten uns bei der Vorbereitung inklusive Ladestandort für mindestens 12 Fahrzeuge, die während der Tour das Stromangebot dankend annahmen. „Halt, hier fehlt noch was!“ Wer soll denn hier stempeln? Nicht weit entfernt von Leubnitz liegt Rodau und aus einem Bericht zur Grünen Woche in Berlin erfuhr ich von der Ernteprinzessin, die dort „residiert“. Auch sie, Dominique Hörkner, war gleich bereit, sich zum Frühlingsfest in Leubnitz zum Abstempeln der Kärtchen zur Verfügung zu stellen. Als Dank wartete auf sie eine Etappenfahrt nach Plauen mit dem Tesla von Familie Janbeck. So empfing sie, zusammen mit dem Herrn von Kospoth die 50 Fahrzeuge. Übrigens kam unser Pedelec-Fahrer Jan Hermann stets im Mittelfeld der Elektrofahrzeuge an. Klasse Leistung!

Die sonnige Fahrt gestaltete sich kurzweilig und mit ein paar Fahrzeugen zusammen, Peer und Daniela im Saic Maxus EV80 Transporter, Ralf und Franziska im Renault Zoe, Stefan und Jennifer im Opel AmperaE, erreichten wir den Neustadtplatz in Plauen. Die Spitzenprinzessin, Barbara Riss empfing jeden Teilnehmer mit einem Foto durch Sina Löhnert und Stempel. Auf dem Platz fanden sich ein paar Interesierte, denen die Fahrer Fragen zur alltäglichen Anwendung beantworteten und auch manche Probefahrt zuließen. Herr Pöllmann vom Förderverein Komturhof Plauen e.V. sprang kurzfristig ein, um den Gästen ein kleines Stück Plauen näher zu bringen. Er berichtete über das Schloss und begleitete die Teilnehmer ins Konventgebäude. Ich hoffe, auch Herrn Pöllmann konnten hier ein paar Fragen zum Elektromobilität beantwortet werden. Hier in Plauen hätten wir uns etwas mehr Bereitschaft von Seiten der Stadt gewünscht, aber vielleicht habe ich da nicht den richtigen Weg gewählt und / oder den Angesprochenen hat die Phantasie gefehlt.IMG-20180414-WA0039

Als Vorletzte verließ ich den Neustadtplatz. Hinter mir war nur noch Birger Salzer, der mit seinem Elektromotorrad Zero, nach mir Plauen hinter sich ließ. Die letzten Kilometer fuhr ich schon etwas entspannter zum Voigtsberger Schloss nach Oelsnitz. Dort war uns  im Vorfeld die Organisation leicht gemacht worden: Der Oberbürgermeister Mario Horn knüpfte für uns ein Netzwerk zwischen Kultur GmbH Oelsnitz, Stadtwerke Oelsnitz und Sperkenprinzessin, sodass es ein gutes Gefühl bei den Gedanken an das Finale auf dem Schloss hinterließ. Fast alle Fahrer hatten das Ziel schon erreicht und Frank empfing sie zusammen mit der Sperkenprinzessin Lisa Hohberger und dem Oberbürgermeister Mario Horn im Burgherrenkostüm. Sina Löhnert fotografierte jeden Teilnehmer bei der Zieleinfahrt, deren Bilder bald unter diesem Link einzusehen sind. Passwort: EMobil    Im Schlosshof erwartete alle Teilnehmer ein Buffet der Voigtsberger Schloßstuben, dass alle unter der Abendsonne, neben mindestens 10 ladenden E-Fahrzeugen geniesen konnten. Bei Einbruch der Dunkelheit hatten die Los-Volcanos ihren Auftritt. Die etwas andere Feuershow begeistere die noch verbliebenen Teilnehmer mit brennenden Fackeln, Seilen und Musik.

Manche Teilnehmer, die nicht auf dem Schloss geladen haben, brachen dann nach dem Essen zur Heimreise auf. Sie planten vor der Abfahrt eine erste Ladung an den öffentlichen Ladesäulen in der Region, die in solchen Ausnahmefällen, wie so ein Treffen, zu wenig sind. Da musste man dann noch eine kleine Ladeweile z. B. am Schnelllader an der A72 Vogtland Süd einplanen und warten, bis andere fertig sind.  Auch ist es sicher ein Fehler der Behörden, die Ladeinfrastruktur auf die regional angemeldeten Fahrzeuge umzurechnen, denn die Fahrzeuge, die zu uns in die Region kommen, müssen ja Laden, um wieder nach Hause zu kommen. Deshalb ist jede Destination wichtig, die erkennt, das eine Lademöglichkeit  wichtig ist. Sei es an der eigenen Hauswand, an der Laterne nebenan, oder auch ein Verlängerungskabel zu einem Fenster raus.

Alles in allem war das Feedback der Teilnehmer durchweg positiv.  Ideen und Vorschläge haben wir aufgenommen und werden es zum nächsten Treffen im April 2019 umsetzen. Durch viele neue Teilnehmer, kamen neue Kontakte zustande. Wer uns noch nicht so kennt, kommt einfach nächstes Jahr wieder. Wahrscheinlich wollt ihr alle fahren, denn diese 70 km Schlössertour war selbst für mich einfach toll. Es reifen schon Ideen für das nächste 7. eMoT.

Jetzt fehlt mir das allabendliche Bling im Messenger von Ralf, mit neuen Anmeldungen. Also nochmal vielen Dank an alle Beteiligten und bis bald, zur Lipsia-e-motion oder eRUDA…

Sonnige Grüße

Andrea

Danke, für die zur Verfügung gestellten Bilder

Geht doch!

20180325_105903Weil ich auf Facebook einen Kommentar gelesen habe, dass man so viele schlechte Argumente über die Elektromobilität hört und liest und da ein Bericht war, der beschrieben hat, dass man mit der aktuellen Ladeinfrastruktur sehr wohl zurechtkommt, kann ich da auch noch etwas beisteuern.

25. März 2018, es stand ein Hochzeitstermin bei unserer „Westverwandschaft“ an. (Sorry, aber sind eben DDR-Kinder) Den wollte Frank auch unbedingt wahrnehmen. So stand er ziemlich zeitig in unserem Kalender. Über die Zeit sammelten sich um diesen Termin herum aber noch diverse Andere. Unser Theo wollte seinen Geburtstag auch gleich mit seinen Freunden feiern. Also feierten wir am Samstag, den 24.3. mal einen schönen Geburtstag. Dann stand die Hochzeit an. Und weil das ja nicht genug ist gesellte sich am Montag, den 26.3. noch ein Vorstellungstermin für Fritz in Leipzig dazu. Die Planung stand und wir schaffen das!

Nach dem Geburtstag schnell schlafen und um 6:30 Uhr starteten wir auf unsere 350 km lange Route. Im goingelectric.de stand 5,5 Stunden Gesamtfahrzeit mit 5x Laden. Alle Ladepunkte waren frei und in Betrieb: Himmelkron-Pegnitz-Kammerstein-Satteldorf-Ilsfeld. Dadurch die Temperatur um 0°C waren planten wir die Ladepunkte lieber etwas enger. Im Laufe des Tages mit höheren Temperaturen war das fast schon zu eng. Mit 120 km/h fuhren wir entspannt. Beim Laden probierten wir unsere neue Maingau „EinfachStromLaden“ Karte aus. E.ON war noch kostenlos und Innogy mit App war mit Abrechnung. So war von allem etwas dabei. Wir mussten wie immer aufpassen, die Zeit nicht zu verbummeln. Bei 80% weiterfahren ist völlig in Ordnung. Da können 20 Minuten Ladezeit auch mal knapp werden mit WC, Kaffee und Beine vertreten. So kamen wir nach 6 Stunden in Ludwigsburg an. Hatten noch so viel Zeit, das Auto für den Rückweg voll zu laden. 13:30 Uhr die Hochzeit, sehr feierlich. Alles Gute dem Paar. Das Essen zur Hochzeitsfeier war für uns leider etwas spät. 17:30 Uhr. Macht nix- wir bleiben. So fuhren wir erst 2,5 Stunden später wieder los, als wir eigentlich wollten. Das war es uns aber Wert. In der Nacht ließ es sich super fahren. Keine LKW und sonst wenig Verkehr. Wieder waren alle Lader in umgekehrter Reihenfolge auch auf der gegenüberliegenden Seite der Autobahn nicht besetzt und ohne Macken. Es war eben so 1:40 am 26.3. als wir beschlossen an unserem Lader an der Autobahn Vogtland Süd noch die Hälfte des Akkus zu laden. Denn so viel Standzeit hatte unser Golf nicht, die 24 kW bis 5:30 Startzeit nach Leipzig nachzuladen.                                                                                So lagen wir 2:30 für einen kurzen Moment im Bett, bevor wir 4:30 wieder aufstanden um unseren sohn nach Leipzig zu fahren. Der Akku war voll, das Auto vorgeheizt. Alles bestens und weiter ging es, wieder auf der A9 nach Leipzig. Einmal Laden in Hermsdorf, kein Problem, und pünktlich zum Termin in der Rosa-Luxemburg-Straße angekommen. In Leipzig ist es mittlerweile zum Hobby geworden, den Lader am Bahnhof zu testen. Ein Wunder, das erste Mal, dass wir Ihn in Funktion erleben. Also Zeitvertreib in der Stadt und dann noch etwas bequemes Warten im Auto auf den Großen Sohn. 14:00 Start nach Hause mit zufriedenem Gefühl, das alles mit so ’nem Elektroauto. Easy Pisi.

Macht man nicht alle Tage, muss auch nicht sein, so eine WaveTrophy. Aber es geht doch!