Leise rieselt der Schnee – Leise fährt das Auto

Elektroauto im Winter- mit der E-Auto-Generation 2017 und Tesla kein Problem. Aber mit dem „kleinen“ eGolf geht’s auch.

Was machen wir, wenn Janbeck*s im Dezember zum Elektroauto-Treffen einladen? Na hinfahren.

Die Streckenplanung sieht bei diesen Temperaturen anders aus: die Fahrzeugbatterie gibt ohne Temperaturmanagment nicht so viel Reichweite frei und frieren wollen wir auch nicht. 100km schafft der eGolf immer, aber Autobahn mit 120km/h und Heizung, da wird das schon mal knapp. So plante ich alle 70-80km eine Ladestation. Mit Restreichweite von 10-20km kamen wir an den CCS-Ladestationen an und luden in gewohnter Zeit bis 85-90%. Im Sommer besuchten wir bei gleicher Strecke 7 und jetzt bei 5°C bis -3°C eben 9 Ladestationen. Alle haben funktioniert- das ging also völlig problemlos. Die Gesamtfahrzeit wird nicht jeden schmecken. 13,5 Stunden sind kein Pappenstiel, aber wir sind’s gewohnt und außer Thomas und Jean-Pierre mit ’nem Tesla aus der Schweiz hatten wir wohl mit die weiteste Anreise. Um das Verkehrschaos um Hamburg zu umfahren, plante ich die Strecke ab Wolfsburg über die Landstraße, das zieht sich. Und dann zu wissen unter diesen widrigen Winterbedingungen mit dieser „pobligen“ Reichweite so gut durchzukommen, entschädigt für die vielen Stunden im Auto. Neben Ladesäuletester haben wir uns auch als Tester des goldenen „M“ erwiesen. 😲 Das ist überhaupt nicht nachhaltig aber bei der langen Fahrt und zu unmöglichen Uhrzeiten manchmal nicht anders zu machen. Da ist vom matschigen Burger bis stinkender Toilette alles dabei. Wenn die Ladestationen woanders platziert oder bei der Station eine bessere Essensinfrastruktur gesetzt wäre, würde ich das sehr begrüßen.

Nach der Fahrt am Freitag von 7:00-20:30 wurden wir dann von Uta mit einem leckeren Nudelauflauf begrüßt. Der harte Kern von E-Mobilisten war schon da und so bildete sich in Janbeck*s Cafè ein illustrer Stammtisch mit guten Gesprächen und Erfahrungsaustausch.

Am nächsten Tag füllte sich der Hof mit bestimmt über 20 Elektroautos. Elektroautofahrer und Interssierte versammelten sich auf dem Hof und im Cafè. Es gab interessante Vorträge. Die Mädels in der Küche zauberten leckere Suppen, die sie in riesigen Töpfen in der Ferienwohnung „Wasser“ anboten. Zum Kaffee noch ein großes Stück Trümmertorte- herrlich. „Uta warum trennen uns 700km!?“ Den Abend ließen wir an unserem „Stammtisch“ ausklingen und planten so nebenbei unsere Rückfahrt

Da wir ja Sonntag fuhren, wollten wir diesmal die Autobahn A7 um Hamburg nehmen. Trotz der vielen Baustellen ging es ohne große Verzögerungen bis nach Lüneburg, wo wir dann die Landstraße nach Wolfsburg fuhren. Bei einem Aufenthalt bei unseren neuen Bekannten aus dem Kroatien-Urlaub erholten wir uns von der Fahrt im Schneechaos, dass sich über Niedersachsen austobte. Dann „rutschten“ wir weiter- unserer Heimat immer näher. Nach einer gefühlt ewig langen Fahrt hinter zwei Schneepflügen mit 50km/h auf der Autobahn, ging es nach dem Überholen dieser und Feststellen, dass davor alles frei war, zügig weiter.

Der Schnee kostete uns schon etwas Zeit, aber der Golf brachte uns souverän durch die nicht geräumten Straßen. Auch auf dem Rückweg gab es keine Probleme mit den Ladestationen. Hier auch mal ein großes Dankeschön an alle Forumteilnehmer bei http://www.goingelectric.de, die Störungen und  andere Gegebenheiten eintragen.

Letzte Ladestation Schleifreisen am Hermsdorfer Kreuz- nicht vollladen und dann die letzten 70km nach Hause. 3:00 am Montag lagen wir im Bett.

Ich gebe zu, das möchte man nicht jede Woche machen. Aber es war wieder jeden Kilometer wert. Wir wissen nun auch, wie es ist weite Strecken im Winter zu fahren. Wurde auch mal Zeit.

Danke an Uta und Stephan Janbeck für euren Ruf, dem wir gefolgt sind.

Danke an die, die sich entscheiden werden, unser Treffen am 14.04.2018 zu besuchen.

Danke an Fam. H. aus Wolfsburg, die jedes mal etwas Neues zum eGolf erfahren 😉

Danke für die nur noch momentan ausreichende Ladeinfrastruktur- es muss mehr werden.

Danke an unsere Kinder, die diesen „Quatsch“ mitmachen ❤

Jetzt zieht wirklich Ruhe ein. Advent, Weihnachten und Jahreswechsel genießen.

In diesem Sinne Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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Die entscheidenden 3 Jahre

Am 16.10.2014 änderte sich für uns alles. An diesem Tag wurde unser eGolf zugelassen und mit der ersten Fahrt in die Zukunft sollte sich unser Leben komplett verändern.

Das Erste was sich änderte war unsere Einstellung zum Fahren. Wir wägten ab, ob diese Fahrt jetzt wirklich sein sollte. Konnte man diesen Weg mit einer anderen Erledigung verbinden? Wollte noch jemand zum Ersatz unser anderes Auto (Verbrenner) nehmen? Beide, Frank und ich, wollten eigentlich nur noch mit dem Elektroauto fahren. Nun starteten wir ja zur kalten Jahreszeit mit unserem Golf und der kleinen Reichweite, aber wir erreichten alles, was wir wollten. Das Vorhaben Wave Trophy prasselte auf uns ein und wir waren im Elektroautofieber. Das könnt ihr alles weiter vorn nachlesen. Durch die Kontakte, die wir durch unsere Unternehmungen machten, wurde  Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung immer wichtiger für uns. Vielen Dank an Janbeck*s, wo ich immer eine Lektion mit nach Hause nehme, an Alex Holtzmeyer in Steyerberg wo wir gelernt haben, dass man Wiese essen kann 😉 Ein Prozess des Umdenkens begann. Nicht nur das Leben mit der Sonnenenergie, dem Eigenverbrauch unseres eigens erzeugten Stroms und damit das Laden der Fahrzeuge, das Nutzen der Früchte und Rohstoffe der Natur und zurück zu den Ursprüngen, wurde die letzten 3 Jahre immer wichtiger für uns. Ich stellte mir Fragen wie: Mit was wasche ich meine Wäsche? Wie funktioniert eigentlich Seife? Muss es immer Duschbad aus der Plastikflasche sein? Warum gibt es nicht eine größere Auswahl an Getränken in Glasflaschen? Wie bewahre ich meine Vorräte zu Hause auf. Ist meine Plastikbehälterschublade nicht schon voll genug? Wo kaufe ich am besten regionale Produkte ein? Über diese Sachen dachte ich vorher eher weniger nach. Als DDR-Kind stellte sich die Frage schlichtweg nicht und nach der Wende war man doch froh, dass es das alles gab. Aber warum eigentlich? Was braucht man denn wirklich? Somit habe ich nach Gläsern und Glasflaschen geschaut. Diese werden aufgehoben und darin Sirup, Milch und Vorräte aufbewahrt. Selbst hergestellte Wachstücher eignen sich bestens zum Einwickeln und Abdecken von Lebensmitteln. Seife kann man in Papier verpackt kaufen und auch selbst herstellen. Damit ergibt sich wieder die Grundlage Putz- und Waschmittel herzustellen. Sicher ist es noch nicht perfekt, aber es geht nur Stück für Stück. Es darf nicht „wehtun“. Dann behält man es bei.

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So ist es auch mit dem Elektroauto. 2015 sind wir das letzte Mal mit einem „Verbrenner“ und Wohnwagen in den Urlaub gefahren. Durch die Wave Trophy haben wir aber so viel Erfahrung gemacht, dass wir das schnell abgehakt hatten. Schlimmer war der Gedanke auf den Wohnwagen zu verzichten. Doch auch diese Entscheidung haben wir getroffen und Leiden nicht darunter. Da der eGolf ja nun seit 2014 unser Erstauto ist und der Verbrenner weg sollte, holten wir uns im Juni 2016 unserem kleinen Twizy. Jetzt haben wir so viel Auto wie wir brauchen. Wir brauchen im Prinzip keinen Akku mit 75, 90 oder gar 100 kWh, keinen SUV- ich finde es auch alles schick und toll, aber wir brauchen es nicht zum (über-) leben. Seit anderthalb Jahren unabhängig von schwankenden Bezinpreisen, lästigen Tankstellenbesuchen und teuren Wartungsleistungen in der Werkstatt gehen wir konsequent unseren Weg weiter. Es entsteht langsam Ladeinfrastruktur und es wird immer einfacher von A nach B und auch C zu kommen.

Wir sehen uns auch zunehmend konfrontiert mit Kritik. Da stehen wir drüber. Denn die Verbrenner-Modelle werden auch in herkömmlichen Werken hergestellt. Keiner kümmert sich dort um Emmissionen und Energieverbrauch bei der Herstellung. Ein Elektroauto hat weniger Teile, somit weniger Produktionsaufwand, weniger Zulieferer. Weniger Wartung, keine Emissionen während des Betriebes. Jetzt kommt noch, dass Arbeitsplätze wegfallen. (Im sozialen, pflegerischen Bereich fehlen Tausende Arbeitskräfte.) Die Digitalisierung kommt in jedem Bereich. Berufe ändern sich, werden sogar vielfältiger, vielleicht sogar kundenorientierter.

Jeder kann an seinem persönlichen Fußabdruck arbeiten. Mit den Varianten, die sich nach dem Elektroautokauf aufgetan haben, tun wir etwas dafür. Es geht nicht nur darum Elektroauto zu fahren. (Fahrrad find ich auch besser- geht aber nicht.) Es ist ein Gesamtpaket und jeder, der uns nicht kennt, sollte sich erst einmal mit unseren vergangenen 3 Jahren auseinandersetzen.

Sonnige Grüße

 

Regional, denn Dorham is Dorham!

Wir werden des Öfteren gefragt, ob wir die Wave Trophy wieder mitfahren.             Unsere Antwort ist momentan:

„Nein!“

„Warum?“

„Es gibt hier genug zu tun.“

„Wo ist hier?“

„Hier, im Vogtland“


Das letzte Treffen hat uns wieder gezeigt, dass das Unwissen und die daraus folgende Skepsis um das Elektromobil groß ist. Deshalb schreiben wir uns weiterhin die Regionalität groß auf die Fahne.

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So, wie wir, machen das viele kleine Gruppen in Deutschland. Wir selbst besuchen auch hin und wieder deren Veranstaltungen und manche besuchen auch uns. Deshalb möchte ich mal näher auf diese eingehen. Weitere folgen im nächsten Blog.

Als erstes wären da Kathrin und Lutz Förster zu nennen. Diese beiden richten mit ihrem mittlerweile 20 Mann/Frau starken Team die Lipsia-e-motion in Leipzig aus. Lutz lernte ich im September 2016 zur eRUDA kennen, wo wir beide Teilnehmer waren. Ich würde sagen, das hat gleich gepasst. Ich liebe übrigens dieses Video. So meldeten wir uns für 2017 zur Lipsia an. Die Veranstaltung ist mittlerweile schon recht groß und bewegt. Besonders gefreut hat uns, dass die beiden zu unserem Treffen waren. Wir waren da natürlich schon etwas gespannt, ob unsere Veranstaltung den beiden zusagen würde. Wir sind ja noch um einiges kleiner mit unserem Treffen. Die Kumpan Roller waren immer gut belagert. Eine Bereicherung für uns und sicher auch für Kathrin und Lutz. Vielen Dank ihr zwei.

In Leipzig tut sich überhaupt recht viel. Da gibt es den Stammtisch Elektromobilität mit Torsten Wanke, der uns regelmäßig besucht. Er kann, wie ich finde, Elektromobilität am besten erklären. Er ist Erzieher- er kann das 😉 Viele Grüße an dich, Torsten. Die Fa. Stadtstromer ist in Leipzig präsent, bietet Segway-Touren an. Es gibt sie, die vielen Leute, die privat oder als Beruf die Elektromobilität leben.

Weiter nach Dresden und ins Erzgebirge. Hier hinterlassen Thomas Walter und Michael Papke ihre Spuren. Sie sind unterweg in Sachen Ladeinfrastruktur und Bürgerenrgie.Wir sehen sie auf Treffen, die wir besuchen und mittlerweile sind sie bei uns auch regelmäßig zu Gast und bereichern unsere Vielfalt an Fahrzeugen und Wissen. Vielen Dank an euch und eure Mädels, die das auch alles mitmachen.

In vielen Städten tut sich langsam etwas. Es ist wie aus dem Dornröschenschlaf erwachen. Hier und da wird eine Ladesäule eröffnet. Und die Elektromobilität wird als etwas neues vorgestellt, die Fahrzeuge als hippe Gefährte angepriesen und wohl auch noch als alltagstauglich vorgestellt.

Das Alles erleben wir seit drei Jahren schon. Mit den oben genannten, lieb gewonnen Menschen und noch vielen anderen. Das Alles erleben wir hier, in unserer Heimat, ganz nah, mit einem kleinen Elektroauto ganz gut zu erreichen. Ich möchte euch allen danken für die letzten drei Jahre, emobil unterwegs. Wir machen weiter mit unseren Treffen, zeigen, dass es alltagstauglich umweltfreundlich, nachhaltig und regional funktionieren kann.

„Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.“ Goethe

P.S. Der eGolf ist heute zum TÜV. Heute mit eUp! unterwegs.

 

Schnelllebig

Viel zu schnell ist die Zeit schon wieder vergangen, seit meinem letzten Eintrag. War aber auch wieder viel los.

Am 22. September fuhren wir ganz unspektakulär zur eRUDA nach Fürstenfeldbruck. Diese 327 km fährt man mittlerweile völlig entspannt. Das Einzige, was einen aufregen könnte ist, dass man sich nicht mehr entscheiden kann, an welchem Schnelllader man denn nun anhält und seine Ladeweile verbringt. Etwas aufregendes gab es ja nun doch auf der Hinfahrt. Wir hielten an der neu entstandenen Rastanlage Fürholzen West. Diese wird von Tank&Rast betrieben und hat uns als Elektromobilisten mit einem neuen Ladeerlebnis belohnt. Genaueres hier im Link. Noch bevor an diesem Nachmittag Herr Dobrindt dieses vollbrachte Werk eröffnete, wurden wir durch die Absperrung gelassen und durften laden.

Die eRUDA war für uns ein Wiedersehen alter Bekannter und wir formierten uns zu einem erstmalig antretendem Team Sachsen. Die Rallye rund um den Ammersee und die vielen Gespräche mit Teilnehmern und Interessierten, genauso die Vorträge und Workshops waren gut organisiert. Vielen Dank ans eRUDA-Team. Anmeldung für 2018 ist schon raus. Die Rückfahrt von 5 Stunden- wieder ein fast nicht mehr erwähnenswerter Vorgang in unserem elektromobilem Alltag.

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Mal schnell nach Trebbin ist auch noch drin. Am 3. Oktober einen kleinen Ausflug 300 km auf den Markt zur Elektrischen Meile und Energietag gemacht, eine Übernachtung zum Entspannen und dann fix wieder heim. Kein Problem mit zweimal Laden auf der Autobahn und Laden über Nacht am Hotel, die ihre Infrastruktur völlig unterschätzt hatten.

Alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Also unser eigenes Treffen. Von langer Hand bereiteten wir seit Ende Mai unser 5. E-Mobil-Treffen vor. Durch einen Besuch im Hotel König Albert in Bad Elster um die neu errichteten Destination-Charger zu begutachten, blieb uns der Gedanke immer im Kopf, dort ein Treffen zu veranstalten. Die Orga klappte zusammen mit unserem Freund Ralf wieder sehr gut. Einige meldeten sich an zum Treffen um das tolle Flair vom Hotel zu geniesen. Mit 28 Teilnehmern und 24 Fahrzeugen stellten wir uns Interessierten und deren Fragen, die auf den Artikel in der Freien Presse vorbei kamen. Wir vertrauten auch 1, 2, 3 Autohäusern eine kompetente Beratung vor Ort zu, und ich denke, dass die Herren Verkäufer mal einen Eindruck erhielten, wie wir Elektromobilisten so ticken und wie unwissend doch ihre, vielleicht zukünftige, Kundschaft noch ist. Neben einer kleinen Rundfahrt durch Bad Elster, den Workshops und Vorträgen stellte die Fa. Number 1 energy ihre Promotioncharger vor, die auf dem Parkplatz des POB neben anderen Teilnehmern ihre Fahrzeuge ausstellten und laden durften. Dafür danken wir Herrn Schwui und seinen Mitarbeitern, die uns dies ermöglichten. Ein Pendelverkehr zwischen Hotel und Parkplatz ermöglichte Interessenten unsere Fahrzeuge zu fahren und erste Eindrücke mit solch einem Elektroauto zu erleben. Das Essen und das Willkommen vom Hotel rundete das ganze Erlebnis ab. Wir danken somit auch allen Mitarbeitern vom Hotel König Albert. Dieser 7. Oktober wird uns in guter Erinnerung bleiben und wir werden an einer Fortsetzung arbeiten. Ich denke, alle kamen auf ihre Kosten, sei es einer von unseren emobilen Freunden oder noch nicht Nutzer. An alle geht ein Dank von uns, Ralf, Frank und mir.

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Kurz berichtet ist es, aber lang werden wir wieder zehren von den Erlebnissen und Begegnungen. Viele Ideen sind schon wieder am reifen, für unser weiteres nachhaltiges Leben, denn wir sind noch lang nicht perfekt. Und die Gedanken kreisen schon wieder um das nächste Treffen, dem 6. E-Mobil-Treffen im Vogtland, das im Frühjahr wieder viele Teilnehmer und Interessierte anziehen wird. Ein ganz besonderer Dank geht natürlich an unsere lieben Freunde Uta und Stephan Janbeck, die den Weg von über 700 km auf sich genommen haben um hier bei uns zu sein. Wir sehen uns bald wieder.

Ich möchte keinen Tankgutschein

Ein kurzer Gedanke zu heutigen Boni, Giveaway, Gimmick oder wie das alles heißt. In der Verbrennerwelt soll ja ein Tankgutschein so ein tolles Geschenk sein. Diskriminierung in der heutigen Zeit- wo wir doch schon längst in der leisen abgasfreien Elektromobiliät angekommen sind. 

Ichmöchtedasallesnicht! 

Was kann ICH denn da bekommen?

Einen Stromgutschein vielleicht?  Vom Arbeitgeber? Nee!                                      Aber Laden beim Arbeitgeber wäre super.

Jadasmöchteichgern! Ich bin bereit!

Es geht wieder los…

…und zwar die Vorbereitung zu unserem 5. Treffen.

Einladung zum 5. E-Mobil-Treffen im Vogtland

Kaum aus dem Urlaub zurück stürzen wir uns in die Organisation. Wir pflegen gute „alte“  und knüpfen neue Kontakte. Es entstehen interessante Gespräche. Es öffnen sich Türen mit wieder neuen Eindrücken, Meinungen und Erlebnissen. Elektromobilität verbindet. Auch wenn es mal ein wenig länger dauert, sind dann doch die entstandenen Freundschaften und Bekanntschaften wertvoll und nachhaltig. Wir freuen uns auf ein vielleicht ganz anderes Treffen, wie bisher.

Das König Albert Hotel in Bad Elster wird unser Ziel sein. image001 (1)Ein schönes Ambiente, mit vielen Möglichkeiten wird uns dort geboten. Workshop, Vortrag, Soletherme oder einfach spazieren durch den Kurort, aber auch die Öffentlichkeitsarbeit für Interessierte sind möglich. Wie mit der Ladeinfrastruktur verhält es sich hier ähnlich- es ist für jeden etwas dabei.

Wir freuen uns auf diesen Tag, mit vielen Elektroautobegeisterten und Interessierten. Weitere Informationen erhaltet ihr in o.g. Link.

Sonnige Grüße

Andrea

An der Grenze an der Grenze?!

Jeder Urlaub ist einmal vorbei- Urlaubsgrenze

Wir sagen ja immer: Jeder Urlaub beginnt mit der Fahrt mit unserem Elektroauto an der Haustür. Also sehen wir die Urlaubsfahrt auch schon als Urlaub an. Das gleiche muss dann auch auf der Fahrt nach Haus gelten. Wir überlegten kurz, wie Andere schon am Vorabend loszufahren, entschieden uns aber für den nächsten Morgen. Auto stand gepackt und voll geladen vorm Mobilheim und wir ließen den Abend mit unseren neu kennen gelernten Wolfsburgern :-p ausklingen. Am Donnerstag gegen 8:45 ging es dann los, Richtung Heimat. Es war morgens schon um die 31°C warm und so stellte sich keine Frage nach dem Eco+ Modus im e-Golf sondern mit Eco und Klimaanlage schlängelten wir uns nach Slowenien auf die Autobahn- Landesgrenze. Unser erster Ladehalt wurde Kozina. Den kannten wir ja schon von der Hinfahrt. Schnell und unkompliziert war das Auto innerhalb 30 Minuten aufgeladen. Diese Ladesäule steht einfach zu jeder Tageszeit in der prallen Sonne und man kommt ins Überlegen, einen Sonnenschirm wärend des Ladens aufzustellen 😉 Also weiter auf der Autobahn, eigentlich bis Ljublijana aber weit gefehlt. Frank mag meistens nicht die gleichen Wege wie zum Hinweg, aber da das ja hier nicht anders möglich war, wollte er mal andere Ladesäulen testen und außerdem waren die 84 km zwischen zwei Ladesäulen schon recht wenig. Ok, ich plane über den Wattfinder eine Neue. Jetzt waren es 123 km, das sollte zu schaffen sein. SOLLTE! Reichte ja auch. Mit 5 km Restreichweite kamen wir am Lader an. Auch hier wieder das Teil in mitten der prallen Sonneneinstrahlung. Selbstbewusst hielten wir wie immer unsere Naturstrom-Ladekarte ans Lesefeld- nix passierte. Wir packten sämtliche andere Karten aus- auch diese schalteten den Ladevorgang nicht frei. Frank holte eine Petrol Klub Karte aus der danebenliegenden Tankstelle- auch diese funktionierte nicht. 😦 Ich ging in die Tankstelle, um nochmal nachzufragen und dann kamen gleich drei Mitarbeiter mit zur Ladestation. Sie probierten auch, vielleicht das erste Mal, die Ladekarte aus, konnten wenigstens die Hinweise im Display lesen, aber ohne Erfolg. Auf unser Bitten rief dann ein Mitarbeiter bei der Hotline an, und nach dem Reset und Neustart, hurra, es funktioniert. Kleine Weiterbildung für die Tankstellenmitarbeiter inklusive. Nach Imbis und Erfrischung ging es weiter. Durch den Karawankentunnel und über die Grenze nach Österreich. Durch die langsamere Fahrt bis zur zweiten slowenischen Ladestation und die längere Aktion an der Ladestation in Radovljica hatten wir schon etwas Zeit verloren und so kamen wir 13:45 in Villach im Ladepark an. Gegenüber von vier ladenden Teslas gesellten wir uns an der Kelag Ladesäule dazu, die wir mit der PlugSurfing App freischalteten. Weiter nach St. Michael im Lungau.  Es zogen ein paar Wolken auf, aber es war immernoch sehr warm- was wir an der dortigen Smatrics Ladestation zu spüren bekamen. Das Auto zeigte uns eine Ladedauer von 1:30 h an. wie kann das sein? Die Hitze machte der Batterie zu schaffen. Na gut, dann etwas mehr Zeit lassen. Unterwegs hörten wir im Radio, dass der Tauerntunnel gesperrt wurde. Das bedeutete für uns über den Pass zu fahren. Also planten wir den Zwischenstopp wieder in Bischofshofen ein. Bergfahrten kennen wir ja schon. Als wir wieder losfuhren war der Tauerntunnel gerade wieder frei gegeben und wir schenkten uns die Passfahrt. Aber bis der Verkehr auf der Autobahn wieder ins Rollen kam, vergingen doch noch über 20 Minuten. Warten an Mautstationen und Tunneleinfahrten nervt übrigens viel mehr als das Warten an der Ladesäule. Zum Durchatmen gönnten wir uns den nächsten Ladehalt im Biergarten des Kaiserhof in Anif. Tesla SC und für uns eine Smatrics Ladestation, herrlich. Da war uns die Ladezeit egal. Einfach mal genießen. Die Aufkärung über Elektromobilität erhält man dort auf dem Klo 😀 (leider nur die Männer). Landesgrenze- Ab jetzt sollte es bis Regensburg über die Landstraße gehen. Nächster Ladehalt Frixing. Wieder verlängerte Ladezeit und als wir losfuhren zeigte der Golf nur noch verringerte Leistung an. Beim Fahren bemerkte man aber nichts davon. Man ist estwas irritiert, wenn die Anzeige nicht auf 100% steht. Über die Landstraße nach Regensburg, ca. 120 km, und bei sinkenden Außentemperaturen erholte sich dieser Zustand wieder. So kamen wir mit 6 Restkilometern zum Schichtwechsel 23:45 Uhr am BMW- Werk in Regensburg an. Wie die Ameisen strömten die Arbeiter in und aus dem Werk. Für die begann die Nachtschicht, für uns die letzten Kilometer nach Hause. 108 km bis zum letzten Ladehalt in jetzt kühler Nacht und auf ruhiger Autobahn. Ein letztes Mal laden, in Windisch- Eschenbach. Es regnete etwas, der Rasthof war ruhig, das Auto kühlte wieder ab. Die letzten 100 km haben wir dann auch noch geschafft und kamen mit 23 km Rest um 3:20 Uhr bei uns zu Hause an. Das Auto haben wir diesmal an seine Leistungsgrenze gebracht. Mit Batteriekühlung wäre das nicht passiert außerdem wäre ein Navi mit Höhenprofil Gold wert. Spannend waren die Restreichweiten auf der Autobahn, Schildkrötenmodus mussten wir nicht, und will da keiner, erleben. An unserer Grenze waren wir nicht. Fast drei Jahre mit unserem Golf unterwegs, das bringt Erfahrung und Gelassenheit. Vor zwei Jahren sind wir in dreisig Stunden von Berlin nach Bern über 1100 km mit der Wave Trophy gefahren. Jetzt sind wir 865 km in 16 Stunden hin bzw. 18 Stunden zurück gefahren. Die Übernachtungspause auf der Hinfahrt war besser, die geplant zu haben, und die stetig ansteigende Tauernautobahn auf dem Hinweg war auch nicht zu unterschätzen. Weitere Erfahrungen lassen uns wachsen und bestätigen uns.

„Sowas würden wir niemals machen. Langsam fahren, lange fahren, diese Ladepausen…u.v.m.!“ Redet nur- wir machens einfach! Man muss es wollen!!! Es funktioniert- nur a bisserl anders 😉

Pfiat Di!