6. eMoT im Vogtland

So schnell geht es vorbei. Ein halbes Jahr Vorbereitungszeit, untergebracht in einen Tag von uns dreien, Ralf, Frank und mir, organisiert und durchgeführt. Die Idee dazu hatte Frank gleich nach dem letzten Treffen im Herbst 2017 im König Albert Hotel in Bad Elster. „Wir könnten doch eine Schlössertour machen!“ Nur mal so zum testen schaute ich, wo wir denn da anfangen könnten, die Route an Schlössern vorbei und den Zielort.

In Gedanken hatte ich noch die neue Kartoffel vom König Albert Hotel, die Kartoffelprinzessin Selina präsentierte. Die Kartoffel wird auf einem Feld oberhalb von Reichenbach angebaut und was liegt da also näher als die Burg Mylau und dazu die Kartoffelprinzessin für den Start. Somit war das erste Telefonat im Museum der Brug Mylau getätigt. Die Mitarbeiterinnen Frau Klausnitz und Frau Semeleit waren sofort mit dabei. Auch unser erster Stempelstandort war durch die schnelle Zusage von Selina Kohl als Kartoffelprinzessin gesichert.

Dasselbe passierte mir auch im Museum des Unteren Schloss Greiz. Die Mitarbeiterinnen hatten sofort ihre eigenen Ideen, wie sie sich am Etappenpunkt in Greiz einbringen wollten. Der Antrag auf die Durchfahrt in der Stadt an der Alten Wache vorbei wurde uns aber nicht genehmigt. Es fehlte die Veranstaltungsversicherung, die wir eigentlich als Privatorganisatoren nicht unbedingt abschließen wollten. Die Stadt kam uns da leider mit eigenen Ideen nicht entgegen. Somit leiteten wir dann am Samstag alle 50 Fahrzeuge auf den Parkplatz Landratsamt und die Teilnehmer stürmten zu Fuß den Rasen vorm Unteren Schloss. Wir wurden begrüßt von Frau Zill, der Freifrau von Groiz Johanna Kühnast sowie Koch- und Backmädel Heidi Körner, die auch das Stempeln übernahmen.

Weiter ging es mit Telefonieren für die Tour. Auf dem Plan stand für mich die Burgruine Liebau. Nach etwas Internetrecherche fand ich „De Gockeschen“ und mit Jörg Reinhardt und Anne Schwegler geriet ich an die richtigen zwei. Mit ihrer Vereinsarbeit machten sie unseren 3. Stempelort zu einem urigen Mittagspäuschen im Grünen. Neben den essenden Gästen tuckerten alte Maschinen zu mancher Verwunderung unserer Gäste. Aber, wer uns kennt weiß, dass wir Alt und Neu gern verbinden. Und unsere vergangene Technik gehört da einfach dazu. Gefühlt alle Mitstreiter im Verein waren auf den Beinen um uns die gute alte Zeit inklusive der Burgruine nahe zu bringen.

Mit meinen Ideen und Telefonaten noch nicht am Ende rief ich im Schloss Leubnitz an. Ein herzliches Gespräch folgte mit Frau Klebert, von den Freunden des Leubnitzer Schlosses e.V. Sie konterte dann gleich mit dem anstehenden Frühlingsfest am Schloss, und somit wurden wir Bestandteil mit unserer Tour am Wertungsstützpunkt Leubnitz. Frau Klebert, Herr Witt und Herr Ficker unterstützten uns bei der Vorbereitung inklusive Ladestandort für mindestens 12 Fahrzeuge, die während der Tour das Stromangebot dankend annahmen. „Halt, hier fehlt noch was!“ Wer soll denn hier stempeln? Nicht weit entfernt von Leubnitz liegt Rodau und aus einem Bericht zur Grünen Woche in Berlin erfuhr ich von der Ernteprinzessin, die dort „residiert“. Auch sie, Dominique Hörkner, war gleich bereit, sich zum Frühlingsfest in Leubnitz zum Abstempeln der Kärtchen zur Verfügung zu stellen. Als Dank wartete auf sie eine Etappenfahrt nach Plauen mit dem Tesla von Familie Janbeck. So empfing sie, zusammen mit dem Herrn von Kospoth die 50 Fahrzeuge. Übrigens kam unser Pedelec-Fahrer Jan Hermann stets im Mittelfeld der Elektrofahrzeuge an. Klasse Leistung!

Die sonnige Fahrt gestaltete sich kurzweilig und mit ein paar Fahrzeugen zusammen, Peer und Daniela im Saic Maxus EV80 Transporter, Ralf und Franziska im Renault Zoe, Stefan und Jennifer im Opel AmperaE, erreichten wir den Neustadtplatz in Plauen. Die Spitzenprinzessin, Barbara Riss empfing jeden Teilnehmer mit einem Foto durch Sina Löhnert und Stempel. Auf dem Platz fanden sich ein paar Interesierte, denen die Fahrer Fragen zur alltäglichen Anwendung beantworteten und auch manche Probefahrt zuließen. Herr Pöllmann vom Förderverein Komturhof Plauen e.V. sprang kurzfristig ein, um den Gästen ein kleines Stück Plauen näher zu bringen. Er berichtete über das Schloss und begleitete die Teilnehmer ins Konventgebäude. Ich hoffe, auch Herrn Pöllmann konnten hier ein paar Fragen zum Elektromobilität beantwortet werden. Hier in Plauen hätten wir uns etwas mehr Bereitschaft von Seiten der Stadt gewünscht, aber vielleicht habe ich da nicht den richtigen Weg gewählt und / oder den Angesprochenen hat die Phantasie gefehlt.IMG-20180414-WA0039

Als Vorletzte verließ ich den Neustadtplatz. Hinter mir war nur noch Birger Salzer, der mit seinem Elektromotorrad Zero, nach mir Plauen hinter sich ließ. Die letzten Kilometer fuhr ich schon etwas entspannter zum Voigtsberger Schloss nach Oelsnitz. Dort war uns  im Vorfeld die Organisation leicht gemacht worden: Der Oberbürgermeister Mario Horn knüpfte für uns ein Netzwerk zwischen Kultur GmbH Oelsnitz, Stadtwerke Oelsnitz und Sperkenprinzessin, sodass es ein gutes Gefühl bei den Gedanken an das Finale auf dem Schloss hinterließ. Fast alle Fahrer hatten das Ziel schon erreicht und Frank empfing sie zusammen mit der Sperkenprinzessin Lisa Hohberger und dem Oberbürgermeister Mario Horn im Burgherrenkostüm. Sina Löhnert fotografierte jeden Teilnehmer bei der Zieleinfahrt, deren Bilder bald unter diesem Link einzusehen sind. Passwort: EMobil    Im Schlosshof erwartete alle Teilnehmer ein Buffet der Voigtsberger Schloßstuben, dass alle unter der Abendsonne, neben mindestens 10 ladenden E-Fahrzeugen geniesen konnten. Bei Einbruch der Dunkelheit hatten die Los-Volcanos ihren Auftritt. Die etwas andere Feuershow begeistere die noch verbliebenen Teilnehmer mit brennenden Fackeln, Seilen und Musik.

Manche Teilnehmer, die nicht auf dem Schloss geladen haben, brachen dann nach dem Essen zur Heimreise auf. Sie planten vor der Abfahrt eine erste Ladung an den öffentlichen Ladesäulen in der Region, die in solchen Ausnahmefällen, wie so ein Treffen, zu wenig sind. Da musste man dann noch eine kleine Ladeweile z. B. am Schnelllader an der A72 Vogtland Süd einplanen und warten, bis andere fertig sind.  Auch ist es sicher ein Fehler der Behörden, die Ladeinfrastruktur auf die regional angemeldeten Fahrzeuge umzurechnen, denn die Fahrzeuge, die zu uns in die Region kommen, müssen ja Laden, um wieder nach Hause zu kommen. Deshalb ist jede Destination wichtig, die erkennt, das eine Lademöglichkeit  wichtig ist. Sei es an der eigenen Hauswand, an der Laterne nebenan, oder auch ein Verlängerungskabel zu einem Fenster raus.

Alles in allem war das Feedback der Teilnehmer durchweg positiv.  Ideen und Vorschläge haben wir aufgenommen und werden es zum nächsten Treffen im April 2019 umsetzen. Durch viele neue Teilnehmer, kamen neue Kontakte zustande. Wer uns noch nicht so kennt, kommt einfach nächstes Jahr wieder. Wahrscheinlich wollt ihr alle fahren, denn diese 70 km Schlössertour war selbst für mich einfach toll. Es reifen schon Ideen für das nächste 7. eMoT.

Jetzt fehlt mir das allabendliche Bling im Messenger von Ralf, mit neuen Anmeldungen. Also nochmal vielen Dank an alle Beteiligten und bis bald, zur Lipsia-e-motion oder eRUDA…

Sonnige Grüße

Andrea

Danke, für die zur Verfügung gestellten Bilder
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Geht doch!

20180325_105903Weil ich auf Facebook einen Kommentar gelesen habe, dass man so viele schlechte Argumente über die Elektromobilität hört und liest und da ein Bericht war, der beschrieben hat, dass man mit der aktuellen Ladeinfrastruktur sehr wohl zurechtkommt, kann ich da auch noch etwas beisteuern.

25. März 2018, es stand ein Hochzeitstermin bei unserer „Westverwandschaft“ an. (Sorry, aber sind eben DDR-Kinder) Den wollte Frank auch unbedingt wahrnehmen. So stand er ziemlich zeitig in unserem Kalender. Über die Zeit sammelten sich um diesen Termin herum aber noch diverse Andere. Unser Theo wollte seinen Geburtstag auch gleich mit seinen Freunden feiern. Also feierten wir am Samstag, den 24.3. mal einen schönen Geburtstag. Dann stand die Hochzeit an. Und weil das ja nicht genug ist gesellte sich am Montag, den 26.3. noch ein Vorstellungstermin für Fritz in Leipzig dazu. Die Planung stand und wir schaffen das!

Nach dem Geburtstag schnell schlafen und um 6:30 Uhr starteten wir auf unsere 350 km lange Route. Im goingelectric.de stand 5,5 Stunden Gesamtfahrzeit mit 5x Laden. Alle Ladepunkte waren frei und in Betrieb: Himmelkron-Pegnitz-Kammerstein-Satteldorf-Ilsfeld. Dadurch die Temperatur um 0°C waren planten wir die Ladepunkte lieber etwas enger. Im Laufe des Tages mit höheren Temperaturen war das fast schon zu eng. Mit 120 km/h fuhren wir entspannt. Beim Laden probierten wir unsere neue Maingau „EinfachStromLaden“ Karte aus. E.ON war noch kostenlos und Innogy mit App war mit Abrechnung. So war von allem etwas dabei. Wir mussten wie immer aufpassen, die Zeit nicht zu verbummeln. Bei 80% weiterfahren ist völlig in Ordnung. Da können 20 Minuten Ladezeit auch mal knapp werden mit WC, Kaffee und Beine vertreten. So kamen wir nach 6 Stunden in Ludwigsburg an. Hatten noch so viel Zeit, das Auto für den Rückweg voll zu laden. 13:30 Uhr die Hochzeit, sehr feierlich. Alles Gute dem Paar. Das Essen zur Hochzeitsfeier war für uns leider etwas spät. 17:30 Uhr. Macht nix- wir bleiben. So fuhren wir erst 2,5 Stunden später wieder los, als wir eigentlich wollten. Das war es uns aber Wert. In der Nacht ließ es sich super fahren. Keine LKW und sonst wenig Verkehr. Wieder waren alle Lader in umgekehrter Reihenfolge auch auf der gegenüberliegenden Seite der Autobahn nicht besetzt und ohne Macken. Es war eben so 1:40 am 26.3. als wir beschlossen an unserem Lader an der Autobahn Vogtland Süd noch die Hälfte des Akkus zu laden. Denn so viel Standzeit hatte unser Golf nicht, die 24 kW bis 5:30 Startzeit nach Leipzig nachzuladen.                                                                                So lagen wir 2:30 für einen kurzen Moment im Bett, bevor wir 4:30 wieder aufstanden um unseren sohn nach Leipzig zu fahren. Der Akku war voll, das Auto vorgeheizt. Alles bestens und weiter ging es, wieder auf der A9 nach Leipzig. Einmal Laden in Hermsdorf, kein Problem, und pünktlich zum Termin in der Rosa-Luxemburg-Straße angekommen. In Leipzig ist es mittlerweile zum Hobby geworden, den Lader am Bahnhof zu testen. Ein Wunder, das erste Mal, dass wir Ihn in Funktion erleben. Also Zeitvertreib in der Stadt und dann noch etwas bequemes Warten im Auto auf den Großen Sohn. 14:00 Start nach Hause mit zufriedenem Gefühl, das alles mit so ’nem Elektroauto. Easy Pisi.

Macht man nicht alle Tage, muss auch nicht sein, so eine WaveTrophy. Aber es geht doch!

Neues Jahr, neues…

… ja, was denn neues?

Neue Erkenntnisse: Mein langjähriges Husten stellt sich als Asthma heraus. „Darf’s ein bisschen mehr sein?“- beim Allergietest.  „Na dann einmal von jedem etwas bitte!“ Da sind wir in unserer Familie schon auf einem so guten Weg zur Ursprünglichkeit und trotzdem sind wir vor dieser Zivilisationskrankheit nicht sicher. Ich mach‘ das Beste draus.

Neue Kontakte: Ja die Kontakte sind wichtig. Stellt man sich vor, etwas zu organisieren, braucht man Freunde, Bekannte und Helferlein und einen guten Draht zum amt- welches auch immer. Für unsere Organisation zu den Treffen ist unser Ralf der wichtigste Mann. Bei ihm gehen die Anmeldungen ein und er sortiert und verwaltet. Einfach Klasse. Bekannte spricht man ja mal so an, weil man denkt, die können einem einen Rat geben. Weit gefehlt- sie packen gleich mit an. Sina Löhnert hat für uns die Flyer erstellt, hat sich immer neu ums Designund Formulierung gekümmert, bis wir endlich zufrieden waren. Vielen Dank Sina. Die ehemaligen und neuen Teilnehmer am Treffen kümmern sich um neue Anmeldungen. Die Thüringer gründen gleich mal eine Forumgruppe um ihre Anmeldungen zu koordinieren. Ihr seid einfach toll. Meine (ominöse) Arbeitskollegin, die sich ja einfach mal ein Elektroauto gekauft hat, kümmert sich um Stadtwerke und Ladeinfrastruktur in Reichenbach. Super! Unsere gut informierten freundlichen Autoverkäufer werden wieder zeigen, das es sie gibt, die Wissenden und Aufgeschlossenen.Mosaik LipsiaBei den Ämtern ist es schon etwas schwieriger. Die Regeln müssen eingehalten werden, die Straßenverkehrsordnung will beachtet sein und die Veranstaltung muss genehmigt werden. Ich hoffe sehr, dass die Details noch passend gemacht werden. Besonders in Greiz wünsche ich mir das sehr, weil die Mitarbeiterinnen im Unteren Schloss Greiz  sofort auf meine Idee eingegangen und hellauf begeistert sind. In Plauen kümmert sich Herr Löffler um unsere Belange und in Oelsnitz ist uns der Kulturverein und die Stadt mit der Orga sehr entgegengekommen und wir freuen uns im Schlosshof verweilen zu dürfen. Auf den Straßen im Vogtland sieht man immer mehr E-mobilisten die werden einfach mal angesprochen und nach einem kleinen Schnack zum Treffen eingeladen. Es bildet sich ein Netzwerk von Gleichgesinnten- es ist nicht (mehr) aufzuhalten.

Neues Treffen: Am 14. April ist es wieder soweit. Unser 6. MoT im Vogtland wird diesmal eine 70 km lange Tour durchs Vogtland an Schlössern, Burgen und Burgruinen vorbei. Mit kurzem oder etwas längeren Stopp, um sich den Etappenstempel abzuholen. Die Etappenstempel werden von verschiedenen Prinzessinen aus dem Vogtland vergeben. Die Kartoffelprinzessin wird uns von Mylau aus die gesamte Tour begleiten. In Greiz erwartet uns die Vogtländerin und weiter an der Burgruine Liebau erwarten uns De Gockeschen. In Leubnitz findet gleichzeitig ein Frühlingsfest statt und da sind wir gleich mal Programmpunkt geworden und die Ernteprinzessin wird dort den Stempel vergeben. Die Spitzenprinzessin erwartet uns in Plauen auf dem Neustadtplatz mit Blick zum Stadtschloss hinauf und dann versammeln sich alle zusammen mit der Sperkenprinzessin auf Schloss Voigtsberg in Oelsnitz. Die Voigtsberger Schloßstube wird uns mit einem Buffet beglücken und wir beschließen dort den Tag. Unterwegs und am Ziel sind Interessierte willkommen. Wir bieten erstklassige Informationen und die eine oder andere Probefahrt.

Also, nicht nur für uns Neues, sondern auch für jeden, der sich darauf einlässt.

Ein bisschen hin ist es ja noch, aber wir freuen uns schon drauf, alle unsere Freunde, Bekannte, Helferlein und Macher zu sehen. Bis bald!

 

Leise rieselt der Schnee – Leise fährt das Auto

Elektroauto im Winter- mit der E-Auto-Generation 2017 und Tesla kein Problem. Aber mit dem „kleinen“ eGolf geht’s auch.

Was machen wir, wenn Janbeck*s im Dezember zum Elektroauto-Treffen einladen? Na hinfahren.

Die Streckenplanung sieht bei diesen Temperaturen anders aus: die Fahrzeugbatterie gibt ohne Temperaturmanagment nicht so viel Reichweite frei und frieren wollen wir auch nicht. 100km schafft der eGolf immer, aber Autobahn mit 120km/h und Heizung, da wird das schon mal knapp. So plante ich alle 70-80km eine Ladestation. Mit Restreichweite von 10-20km kamen wir an den CCS-Ladestationen an und luden in gewohnter Zeit bis 85-90%. Im Sommer besuchten wir bei gleicher Strecke 7 und jetzt bei 5°C bis -3°C eben 9 Ladestationen. Alle haben funktioniert- das ging also völlig problemlos. Die Gesamtfahrzeit wird nicht jeden schmecken. 13,5 Stunden sind kein Pappenstiel, aber wir sind’s gewohnt und außer Thomas und Jean-Pierre mit ’nem Tesla aus der Schweiz hatten wir wohl mit die weiteste Anreise. Um das Verkehrschaos um Hamburg zu umfahren, plante ich die Strecke ab Wolfsburg über die Landstraße, das zieht sich. Und dann zu wissen unter diesen widrigen Winterbedingungen mit dieser „pobligen“ Reichweite so gut durchzukommen, entschädigt für die vielen Stunden im Auto. Neben Ladesäuletester haben wir uns auch als Tester des goldenen „M“ erwiesen. 😲 Das ist überhaupt nicht nachhaltig aber bei der langen Fahrt und zu unmöglichen Uhrzeiten manchmal nicht anders zu machen. Da ist vom matschigen Burger bis stinkender Toilette alles dabei. Wenn die Ladestationen woanders platziert oder bei der Station eine bessere Essensinfrastruktur gesetzt wäre, würde ich das sehr begrüßen.

Nach der Fahrt am Freitag von 7:00-20:30 wurden wir dann von Uta mit einem leckeren Nudelauflauf begrüßt. Der harte Kern von E-Mobilisten war schon da und so bildete sich in Janbeck*s Cafè ein illustrer Stammtisch mit guten Gesprächen und Erfahrungsaustausch.

Am nächsten Tag füllte sich der Hof mit bestimmt über 20 Elektroautos. Elektroautofahrer und Interssierte versammelten sich auf dem Hof und im Cafè. Es gab interessante Vorträge. Die Mädels in der Küche zauberten leckere Suppen, die sie in riesigen Töpfen in der Ferienwohnung „Wasser“ anboten. Zum Kaffee noch ein großes Stück Trümmertorte- herrlich. „Uta warum trennen uns 700km!?“ Den Abend ließen wir an unserem „Stammtisch“ ausklingen und planten so nebenbei unsere Rückfahrt

Da wir ja Sonntag fuhren, wollten wir diesmal die Autobahn A7 um Hamburg nehmen. Trotz der vielen Baustellen ging es ohne große Verzögerungen bis nach Lüneburg, wo wir dann die Landstraße nach Wolfsburg fuhren. Bei einem Aufenthalt bei unseren neuen Bekannten aus dem Kroatien-Urlaub erholten wir uns von der Fahrt im Schneechaos, dass sich über Niedersachsen austobte. Dann „rutschten“ wir weiter- unserer Heimat immer näher. Nach einer gefühlt ewig langen Fahrt hinter zwei Schneepflügen mit 50km/h auf der Autobahn, ging es nach dem Überholen dieser und Feststellen, dass davor alles frei war, zügig weiter.

Der Schnee kostete uns schon etwas Zeit, aber der Golf brachte uns souverän durch die nicht geräumten Straßen. Auch auf dem Rückweg gab es keine Probleme mit den Ladestationen. Hier auch mal ein großes Dankeschön an alle Forumteilnehmer bei http://www.goingelectric.de, die Störungen und  andere Gegebenheiten eintragen.

Letzte Ladestation Schleifreisen am Hermsdorfer Kreuz- nicht vollladen und dann die letzten 70km nach Hause. 3:00 am Montag lagen wir im Bett.

Ich gebe zu, das möchte man nicht jede Woche machen. Aber es war wieder jeden Kilometer wert. Wir wissen nun auch, wie es ist weite Strecken im Winter zu fahren. Wurde auch mal Zeit.

Danke an Uta und Stephan Janbeck für euren Ruf, dem wir gefolgt sind.

Danke an die, die sich entscheiden werden, unser Treffen am 14.04.2018 zu besuchen.

Danke an Fam. H. aus Wolfsburg, die jedes mal etwas Neues zum eGolf erfahren 😉

Danke für die nur noch momentan ausreichende Ladeinfrastruktur- es muss mehr werden.

Danke an unsere Kinder, die diesen „Quatsch“ mitmachen ❤

Jetzt zieht wirklich Ruhe ein. Advent, Weihnachten und Jahreswechsel genießen.

In diesem Sinne Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Die entscheidenden 3 Jahre

Am 16.10.2014 änderte sich für uns alles. An diesem Tag wurde unser eGolf zugelassen und mit der ersten Fahrt in die Zukunft sollte sich unser Leben komplett verändern.

Das Erste was sich änderte war unsere Einstellung zum Fahren. Wir wägten ab, ob diese Fahrt jetzt wirklich sein sollte. Konnte man diesen Weg mit einer anderen Erledigung verbinden? Wollte noch jemand zum Ersatz unser anderes Auto (Verbrenner) nehmen? Beide, Frank und ich, wollten eigentlich nur noch mit dem Elektroauto fahren. Nun starteten wir ja zur kalten Jahreszeit mit unserem Golf und der kleinen Reichweite, aber wir erreichten alles, was wir wollten. Das Vorhaben Wave Trophy prasselte auf uns ein und wir waren im Elektroautofieber. Das könnt ihr alles weiter vorn nachlesen. Durch die Kontakte, die wir durch unsere Unternehmungen machten, wurde  Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung immer wichtiger für uns. Vielen Dank an Janbeck*s, wo ich immer eine Lektion mit nach Hause nehme, an Alex Holtzmeyer in Steyerberg wo wir gelernt haben, dass man Wiese essen kann 😉 Ein Prozess des Umdenkens begann. Nicht nur das Leben mit der Sonnenenergie, dem Eigenverbrauch unseres eigens erzeugten Stroms und damit das Laden der Fahrzeuge, das Nutzen der Früchte und Rohstoffe der Natur und zurück zu den Ursprüngen, wurde die letzten 3 Jahre immer wichtiger für uns. Ich stellte mir Fragen wie: Mit was wasche ich meine Wäsche? Wie funktioniert eigentlich Seife? Muss es immer Duschbad aus der Plastikflasche sein? Warum gibt es nicht eine größere Auswahl an Getränken in Glasflaschen? Wie bewahre ich meine Vorräte zu Hause auf. Ist meine Plastikbehälterschublade nicht schon voll genug? Wo kaufe ich am besten regionale Produkte ein? Über diese Sachen dachte ich vorher eher weniger nach. Als DDR-Kind stellte sich die Frage schlichtweg nicht und nach der Wende war man doch froh, dass es das alles gab. Aber warum eigentlich? Was braucht man denn wirklich? Somit habe ich nach Gläsern und Glasflaschen geschaut. Diese werden aufgehoben und darin Sirup, Milch und Vorräte aufbewahrt. Selbst hergestellte Wachstücher eignen sich bestens zum Einwickeln und Abdecken von Lebensmitteln. Seife kann man in Papier verpackt kaufen und auch selbst herstellen. Damit ergibt sich wieder die Grundlage Putz- und Waschmittel herzustellen. Sicher ist es noch nicht perfekt, aber es geht nur Stück für Stück. Es darf nicht „wehtun“. Dann behält man es bei.

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So ist es auch mit dem Elektroauto. 2015 sind wir das letzte Mal mit einem „Verbrenner“ und Wohnwagen in den Urlaub gefahren. Durch die Wave Trophy haben wir aber so viel Erfahrung gemacht, dass wir das schnell abgehakt hatten. Schlimmer war der Gedanke auf den Wohnwagen zu verzichten. Doch auch diese Entscheidung haben wir getroffen und Leiden nicht darunter. Da der eGolf ja nun seit 2014 unser Erstauto ist und der Verbrenner weg sollte, holten wir uns im Juni 2016 unserem kleinen Twizy. Jetzt haben wir so viel Auto wie wir brauchen. Wir brauchen im Prinzip keinen Akku mit 75, 90 oder gar 100 kWh, keinen SUV- ich finde es auch alles schick und toll, aber wir brauchen es nicht zum (über-) leben. Seit anderthalb Jahren unabhängig von schwankenden Bezinpreisen, lästigen Tankstellenbesuchen und teuren Wartungsleistungen in der Werkstatt gehen wir konsequent unseren Weg weiter. Es entsteht langsam Ladeinfrastruktur und es wird immer einfacher von A nach B und auch C zu kommen.

Wir sehen uns auch zunehmend konfrontiert mit Kritik. Da stehen wir drüber. Denn die Verbrenner-Modelle werden auch in herkömmlichen Werken hergestellt. Keiner kümmert sich dort um Emmissionen und Energieverbrauch bei der Herstellung. Ein Elektroauto hat weniger Teile, somit weniger Produktionsaufwand, weniger Zulieferer. Weniger Wartung, keine Emissionen während des Betriebes. Jetzt kommt noch, dass Arbeitsplätze wegfallen. (Im sozialen, pflegerischen Bereich fehlen Tausende Arbeitskräfte.) Die Digitalisierung kommt in jedem Bereich. Berufe ändern sich, werden sogar vielfältiger, vielleicht sogar kundenorientierter.

Jeder kann an seinem persönlichen Fußabdruck arbeiten. Mit den Varianten, die sich nach dem Elektroautokauf aufgetan haben, tun wir etwas dafür. Es geht nicht nur darum Elektroauto zu fahren. (Fahrrad find ich auch besser- geht aber nicht.) Es ist ein Gesamtpaket und jeder, der uns nicht kennt, sollte sich erst einmal mit unseren vergangenen 3 Jahren auseinandersetzen.

Sonnige Grüße

 

Regional, denn Dorham is Dorham!

Wir werden des Öfteren gefragt, ob wir die Wave Trophy wieder mitfahren.             Unsere Antwort ist momentan:

„Nein!“

„Warum?“

„Es gibt hier genug zu tun.“

„Wo ist hier?“

„Hier, im Vogtland“


Das letzte Treffen hat uns wieder gezeigt, dass das Unwissen und die daraus folgende Skepsis um das Elektromobil groß ist. Deshalb schreiben wir uns weiterhin die Regionalität groß auf die Fahne.

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So, wie wir, machen das viele kleine Gruppen in Deutschland. Wir selbst besuchen auch hin und wieder deren Veranstaltungen und manche besuchen auch uns. Deshalb möchte ich mal näher auf diese eingehen. Weitere folgen im nächsten Blog.

Als erstes wären da Kathrin und Lutz Förster zu nennen. Diese beiden richten mit ihrem mittlerweile 20 Mann/Frau starken Team die Lipsia-e-motion in Leipzig aus. Lutz lernte ich im September 2016 zur eRUDA kennen, wo wir beide Teilnehmer waren. Ich würde sagen, das hat gleich gepasst. Ich liebe übrigens dieses Video. So meldeten wir uns für 2017 zur Lipsia an. Die Veranstaltung ist mittlerweile schon recht groß und bewegt. Besonders gefreut hat uns, dass die beiden zu unserem Treffen waren. Wir waren da natürlich schon etwas gespannt, ob unsere Veranstaltung den beiden zusagen würde. Wir sind ja noch um einiges kleiner mit unserem Treffen. Die Kumpan Roller waren immer gut belagert. Eine Bereicherung für uns und sicher auch für Kathrin und Lutz. Vielen Dank ihr zwei.

In Leipzig tut sich überhaupt recht viel. Da gibt es den Stammtisch Elektromobilität mit Torsten Wanke, der uns regelmäßig besucht. Er kann, wie ich finde, Elektromobilität am besten erklären. Er ist Erzieher- er kann das 😉 Viele Grüße an dich, Torsten. Die Fa. Stadtstromer ist in Leipzig präsent, bietet Segway-Touren an. Es gibt sie, die vielen Leute, die privat oder als Beruf die Elektromobilität leben.

Weiter nach Dresden und ins Erzgebirge. Hier hinterlassen Thomas Walter und Michael Papke ihre Spuren. Sie sind unterweg in Sachen Ladeinfrastruktur und Bürgerenrgie.Wir sehen sie auf Treffen, die wir besuchen und mittlerweile sind sie bei uns auch regelmäßig zu Gast und bereichern unsere Vielfalt an Fahrzeugen und Wissen. Vielen Dank an euch und eure Mädels, die das auch alles mitmachen.

In vielen Städten tut sich langsam etwas. Es ist wie aus dem Dornröschenschlaf erwachen. Hier und da wird eine Ladesäule eröffnet. Und die Elektromobilität wird als etwas neues vorgestellt, die Fahrzeuge als hippe Gefährte angepriesen und wohl auch noch als alltagstauglich vorgestellt.

Das Alles erleben wir seit drei Jahren schon. Mit den oben genannten, lieb gewonnen Menschen und noch vielen anderen. Das Alles erleben wir hier, in unserer Heimat, ganz nah, mit einem kleinen Elektroauto ganz gut zu erreichen. Ich möchte euch allen danken für die letzten drei Jahre, emobil unterwegs. Wir machen weiter mit unseren Treffen, zeigen, dass es alltagstauglich umweltfreundlich, nachhaltig und regional funktionieren kann.

„Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.“ Goethe

P.S. Der eGolf ist heute zum TÜV. Heute mit eUp! unterwegs.

 

Schnelllebig

Viel zu schnell ist die Zeit schon wieder vergangen, seit meinem letzten Eintrag. War aber auch wieder viel los.

Am 22. September fuhren wir ganz unspektakulär zur eRUDA nach Fürstenfeldbruck. Diese 327 km fährt man mittlerweile völlig entspannt. Das Einzige, was einen aufregen könnte ist, dass man sich nicht mehr entscheiden kann, an welchem Schnelllader man denn nun anhält und seine Ladeweile verbringt. Etwas aufregendes gab es ja nun doch auf der Hinfahrt. Wir hielten an der neu entstandenen Rastanlage Fürholzen West. Diese wird von Tank&Rast betrieben und hat uns als Elektromobilisten mit einem neuen Ladeerlebnis belohnt. Genaueres hier im Link. Noch bevor an diesem Nachmittag Herr Dobrindt dieses vollbrachte Werk eröffnete, wurden wir durch die Absperrung gelassen und durften laden.

Die eRUDA war für uns ein Wiedersehen alter Bekannter und wir formierten uns zu einem erstmalig antretendem Team Sachsen. Die Rallye rund um den Ammersee und die vielen Gespräche mit Teilnehmern und Interessierten, genauso die Vorträge und Workshops waren gut organisiert. Vielen Dank ans eRUDA-Team. Anmeldung für 2018 ist schon raus. Die Rückfahrt von 5 Stunden- wieder ein fast nicht mehr erwähnenswerter Vorgang in unserem elektromobilem Alltag.

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Mal schnell nach Trebbin ist auch noch drin. Am 3. Oktober einen kleinen Ausflug 300 km auf den Markt zur Elektrischen Meile und Energietag gemacht, eine Übernachtung zum Entspannen und dann fix wieder heim. Kein Problem mit zweimal Laden auf der Autobahn und Laden über Nacht am Hotel, die ihre Infrastruktur völlig unterschätzt hatten.

Alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Also unser eigenes Treffen. Von langer Hand bereiteten wir seit Ende Mai unser 5. E-Mobil-Treffen vor. Durch einen Besuch im Hotel König Albert in Bad Elster um die neu errichteten Destination-Charger zu begutachten, blieb uns der Gedanke immer im Kopf, dort ein Treffen zu veranstalten. Die Orga klappte zusammen mit unserem Freund Ralf wieder sehr gut. Einige meldeten sich an zum Treffen um das tolle Flair vom Hotel zu geniesen. Mit 28 Teilnehmern und 24 Fahrzeugen stellten wir uns Interessierten und deren Fragen, die auf den Artikel in der Freien Presse vorbei kamen. Wir vertrauten auch 1, 2, 3 Autohäusern eine kompetente Beratung vor Ort zu, und ich denke, dass die Herren Verkäufer mal einen Eindruck erhielten, wie wir Elektromobilisten so ticken und wie unwissend doch ihre, vielleicht zukünftige, Kundschaft noch ist. Neben einer kleinen Rundfahrt durch Bad Elster, den Workshops und Vorträgen stellte die Fa. Number 1 energy ihre Promotioncharger vor, die auf dem Parkplatz des POB neben anderen Teilnehmern ihre Fahrzeuge ausstellten und laden durften. Dafür danken wir Herrn Schwui und seinen Mitarbeitern, die uns dies ermöglichten. Ein Pendelverkehr zwischen Hotel und Parkplatz ermöglichte Interessenten unsere Fahrzeuge zu fahren und erste Eindrücke mit solch einem Elektroauto zu erleben. Das Essen und das Willkommen vom Hotel rundete das ganze Erlebnis ab. Wir danken somit auch allen Mitarbeitern vom Hotel König Albert. Dieser 7. Oktober wird uns in guter Erinnerung bleiben und wir werden an einer Fortsetzung arbeiten. Ich denke, alle kamen auf ihre Kosten, sei es einer von unseren emobilen Freunden oder noch nicht Nutzer. An alle geht ein Dank von uns, Ralf, Frank und mir.

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Kurz berichtet ist es, aber lang werden wir wieder zehren von den Erlebnissen und Begegnungen. Viele Ideen sind schon wieder am reifen, für unser weiteres nachhaltiges Leben, denn wir sind noch lang nicht perfekt. Und die Gedanken kreisen schon wieder um das nächste Treffen, dem 6. E-Mobil-Treffen im Vogtland, das im Frühjahr wieder viele Teilnehmer und Interessierte anziehen wird. Ein ganz besonderer Dank geht natürlich an unsere lieben Freunde Uta und Stephan Janbeck, die den Weg von über 700 km auf sich genommen haben um hier bei uns zu sein. Wir sehen uns bald wieder.