Hexenküche…

Seife machen ist keine Hexerei. Aber so wie es in meiner Küche wieder aussah, ist es Hexerei, dass je wieder Ordnung reinkommt. Heute, ein veregneter Tag, passt das also gut- eine neue Seife ist dran. Nach etwas Pause muss man erst mal wieder reinkommen in die Kunst des Seife machens. Wenn man sich da Anfangs beliest und sich einarbeitet geht das aber ganz gut.

Ich möchte einmal etwas mit Farben spielen und so habe ich mir schon etwas länger vorher Tonerden besorgt. Tonerde kann durch aufnahmefähige Tonmineralien viele Stoffe binden und so aus der Haut entfernen. Gleichzeitig kann die Haut Mineralstoffe und Spurenelemente aus den Tonmineralien aufnehmen. Und Farbe bringt es auch noch. Um Seife herzustellen werden Fette mit Lauge verseift dadurch entstehen Salze und es bleibt eine Mischung aus Seife und Glycerin. Die blanke Chemie. Die Fette/ Öle kann mein einfach beim Wocheneinkauf mitnehmen. Die Lauge NaOH und destilliertes Wasser habe ich immer da. Kann’s losgehen. Rezepte gibt es genügend im Netz und einen Seifenrechner findet man da auch. Die Gewichte und Mengen sollten schon exakt sein, sonst wird das vielleicht nix mit einer schönen Seife. Wenn man sich vorstellt, dass man teils hochwertige Öle verwendet, wäre das sehr schade.

Am Anfang werden alle Öle/Fette gewogen, die festen Fette geschmolzen, die Lauge angerührt und die Tonerden angemischt. Da ich Kaltverseifung mache, lasse ich alle Mischungen auf handwarm abkühlen. Dann kommt die Lauge in die Fette ☝️ nicht umgekehrt! Und dann heißt es rühren, rühren, rühren.

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Es bildet sich mit der Zeit eine puddingartige Masse. Ich muss jetzt diesen Seifenleim in drei Teile trennen und da jeweils die gelösten Tonerden untermischen. Und wieder rühren. In drei Schichten fülle ich nun den Seifenleim in meine neue Seifenform. Sie ist aus Holz und leider geht es nicht ganz ohne Folie, denn ich muss das Holz schützen. In der Form muss die Seife nun aushärten. Dabei entwickelt sich ganz schön Wärme und je nach Rezept/ Zutaten nutzt man diese für eine Gelphase oder nicht.

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Update…

Ein Tag ist nun vergangen. Mit einiger Neugier habe ich, nach meinem Dienst heute Früh, in die Holzform geschaut. Die Wohnung duftet nach Lavendel und Salbei. Der Seifenblock ist fest geworden. Also, ausformen. Die erstarrte Seife fasst sich noch etwas schlierig an, aber sie ist gut durchgetrocknet. Zu fest darf es auch wieder nicht sein, sonst lässt sich der Block nicht mehr gut schneiden. Und das klappte wunderbar.

Für das erste Mal mit etwas Farbe, gefällt mir das ganz gut. Jetzt müssen die Stücke 6 Wochen reifen. Oder bis man es nicht mehr aushält die neue Seife anzuwaschen. 😉

Sauber!

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