Der Besuch der eRUDA oder Die müssen doch verrückt sein ;-)

Der Besuch der eRUDA ist für Frank und mich der Jahresabschluss der Emobil-Treffen und so stand es auch dieses Jahr wieder an. Dieses Jahr etwas später, im Oktober, aber das Wetter war super schön. Im Vorfeld sahen wir schon die Anmeldezahlen: über 250; ein großes Feld von Teilnehmern, die sich nach Weilheim auf den Weg machten. Unser Team Sachsen war nur mit wenig Teilnehmern angemeldet. Dafür aber mit unseren neuen Verrückten- ähm, Emobilisten Mandy und Tobias. Janbeck*s hatten sich auch angemeldet, aber im Team Tesla. Macht ja nix, Hauptsache wir sehen uns. Traditionsgemäß meldete sich auch Peer mit Daniela an. Was gibt es da nicht Besseres, als eine Unterkunft zu Acht zu buchen, und so wurde es auch. Über unsere Anreise braucht man eigentlich keine Worte verlieren. Die Infrastruktur ist vorhanden, man überlegt sich nur noch wo man lädt, mit welchem Anbieter und ob man vor Ort aussteigt um etwas zu Essen oder eben nicht. Das einzig Blöde war der Stau um München, der uns fast eine Stunde kostete, das ist bestimmt immer so, aber wir als Provinzler kennen das nicht so. DOCH: Etwas erwähnenswertes gibt es doch. An der Raststätte Fürholzen West trafen wir unsere Uta und Stephan Janbeck, die vom hohen Norden mal eben ein Emobilisten-Treffen in Bayern besuchen. Eine Wiedersehensfreude ohne Vergleiche. Uta erwähnte schon vorher, dass sie froh ist, dass die innerdeutsche Mauer weg ist. Jetzt überwinden wir die Mauern der Elektromobilität gemeinsam. Dann trennten sich unsere Wege noch einmal kurz, ums uns dann in unserem gebuchten Ferienhaus in Eglfing (Peer: „Eglfing“) wieder zu treffen. Wir waren gleich geflasht von dem schönen Blick auf die Berge, das Ferienhaus und seine Ausstattung. Erstmal Kaffee. www.fewoStaffelsee.de

Nachmittag fuhren wir nach Weilheim, dem Fahrerlager der eRUDA, wo sich alle Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen trafen. Mittlerweile ist die Verschiedenheit der Fahrzeuge so groß, dass man eine gute Auswahl zum Kauf eines Elekrtoautos hat. Man kann Prioritäten setzen, Reichweite, Komfort, Marke alles kann berücksichtigt werden. Nach und nach trudelten alle Bewohner unseres Ferienhauses ein. Mandy und Tobias, die von zu Hause kamen aber später losgefahren sind und Peer und Danielea, die bereits die KulTour nach Schloss Neuschwanstein gefahren sind. Anmelden, Prüfung Alltagstauglichkeit beim Ioniq vom Mandy, erstes Briefing und dann Vorträge von Sono Motors und Otto Schönbach. Tourtagebuch Wir folgtem Ottos Vortrag über seine Fahrt mit dem Twizy ans Nordkap, und er hat uns mitgenommen auf seine Reise mit schönen Bildern und Anekdoten während der Fahrt. Ui! …und so viele Busheisle! Danke Otto, das war einfach Klasse. Die anschließende Ladeparty, übrigens gelungener als die ERUDA-Night am Samstag, verbrachten wir mit Essen, Trinken und guten Gesprächen, die man mit Emobilisten immer hat. Am nächsten Tag, Samstag hieß es zeitig aufstehen. Für uns eigentlich nicht, aber die „alten Hasen“ und die „jungen Wilden“ wollten die Challenge nach Sölden fahren. Mal eben 362km nach Sölden auf 2700m hoch und zurück. Mandy und Tobias haben sich bestimmt wie wir damals am Stilfser Joch gefühlt. Aber diese Erfahrung sollte jeder mal gemacht haben, wie geil das Pässefahren ist. https://unsersonnenstrom.wordpress.com/2015/06/19/4-passe-tag/ War aber auch Stress, die vielen Kilometer, viele Teilnehmer, Touris und Stau. Wir haben einen schönen entspannten Tag in Landsberg verbracht. Vorher besuchten wir noch die Windräder in Fuchstal. Dort erfuhren wir von Herrn Sing die Hürden und die erfolgreiche Überwindung dieser. Die Windräder laufen ohne Getriebeöl! Sie werden bald den überschüssigen Strom, der sonst ins Netz geht , zur Wassererwärmung und zum Speichern nutzen. http://www.ib-sing.de/galleries/buergerwind-fuchstal Ein cooles Projekt. Es mussten nicht viele Bäume gefällt werden, es wurden sogar welche umgesetzt, bei Fledermaus- und Vogelflugzeiten werden sie zeitweise abgeschalten- es wurde an alles gedacht. Sollte sich jeder mal antun, so einen Besuch eines „Spargels in der Landschaft“

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Den Abend verbrachten wir nach der viel zu lauten eRUDA-Night bei uns im Ferienhaus und ich muss sagen: Wir sind so ’ne tolle Truppe. Fast drei Generationen sind wir und das macht so viel Spaß mit euch. Wir lernen gegenseitig voneinander, teilen unsere Erfahrungen, lassen uns mitreisen von den Ideen Anderer. Peer bringt uns alle immer wieder zum lachen, Uta unsere Unternehmerin öffnet uns den Blick auch mal von der anderen Seite, Mandy und Tobias machen einfach mal- in ihrer entspannten Art- sehr erfrischend.

Wie sagen es wir den Anderen? Am Abend beschlossen wir den Sonntag vom Roadbook abzuweichen. Ok das kennen wir ja schon. Am Sonntag trafen sich alle wieder in Weilheim um nach dem Startfoto zum Flugplatz zu fahren. Als Stephan dann ins Überlegen kam, ob wir noch ein Eis nach dem Start essen sollten, ging unser Plan auf, eine schöne kleine Fahrt von Weilheim nach Gauting zum Zielort zu machen. Unterwegs ein Käffchen am Starnberger See und in Gauting ein deftiges Bayrisches Mittagessen im Biergarten.

Dann ab zum Rathausplatz in Gauting, wo sich Mandy gleich in drei Kategorien die Urkunden für den Ioniq abholen konnte. Wohlverdient, nach einem Jahr des Kaufes. Mandy und Tobias haben mittlerweile alle Verbrenner abgeschafft und fahren nur noch elektrisch. Stephan schnappt sich noch Platz 2 für die weiteste Anreise. Auf Arbeit, Familie, Urlaub alles geht/ fährt man mit Strom aus erneuerbaren Energien. Sei es aus eigener PV, Wind- Wasser vom Ökostromanbieter.

Eigentlich war die eRUDA dieses Jahr gar kein Abschluss für Treffen. Wir fahren bald noch zu Janbeck*s um unsere Energien zu erneuern. Bei unseren lieben Freunden aus dem echten Norden. Vielleicht ein kleiner Flashmob?, mal sehen. Peer und Daniela, wir sehen uns soo lange nicht. Ich denke an euch und viele Grüße in die Schweiz. Jetzt holt uns der Alltag erst einmal wieder ein. Ich danke euch allen noch einmal ganz lieb, hab immernoch mein Grinsen im Gesicht. Alles, was hier nach Werbung aussieht ist meine Überzeugung und nur meine Überzeugung.

Sonnige Grüße

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Es ist bunt

 

IMG_2018-05-10_08-51-45So bunt wie das Foto ist unser Leben, so bunt ist auch die Elektromobilität. Es braucht von jeden ein bisschen. So vielfältig wie die Menschen und ihre Mobilität, können auch die Modelle der Elektroautos sein. Der weiße Kumpan Roller für die kurze Strecke, bei schönem Wetter auf Arbeit, der kleine rote Twizy für Frank zum Spätdienst auf Arbeit, der weiße eGolf für die Fahrten in den Urlaub, die Kids zum Sport, zu Freunden oder auch zum Transportieren von allerlei Sachen. Omis weißer Zoe, wenn wir alle nicht da sind. Der blaue Tesla von Janbeck*s, wenn unsere lieben Freunde zu Besuch sind und und und.  Wie Uta Janbeck letztens geschrieben hat  „Gut Ding will Weile haben“ So ist es auch mit der Elektromobilität. Uta und ihr Mann haben sich auf dem Land für eine nachhaltige Gästebetreuung entschieden und nehmen täglich an der Entwicklung teil, die Welt ein bisschen besser zu machen. Hier verbinden sie die Nachhaltigkeit auch mit der Elektromobilität. Auch sie haben ihre Farben gefunden, wie ihr im Blogbeitrag lesen könnt. Auch mit dem Elektroauto kann man ihren Hof gut erreichen, wie ihr sicher schon im meinen vorigen Einträgen lesen konntet.                                                                        So bunt und vielfältig, wie die Menschen und ihr Leben, so vielfältig sind auch die Gründe, warum man mit sowas, wie Elektromobilität anfängt. Ich denke die Ersten hatten einfach eine Affinität zu Elektronik, die neue Technik, von Berufs wegen oder Hobby, basteln selbst und sind einfach Neuem gegenüber aufgeschlossen. Bei uns war es der Schritt zur PV-Anlage auf unserem Dach und die Erkenntnis, so viel Strom selbst zu erzeugen. Wie einfach es ist, wenn zu viel Strom da ist, der im Haushalt nicht verbraucht wird, diesen einfach ins Auto zu leiten. Bei manch Anderen brauchte es einfach ein neues Auto, mal geschaut, was es gibt von Elektroautos, und mittlerweile gibt es für jeden etwas und dann geht’s ganz schnell. So wie bei Mandy, die jetzt einen Ioniq fährt. Andere überlegen vorher länger. Brauchen eigentlich mehr Reichweite, weil der Arbeitsweg recht weit ist. Wie ist das mit dem Laden auf Arbeit, geht das? Mal sehen, ob das geht. Andere verbinden sogar direkt den Beruf mit dem Elektroauto, machen eine Ausbildung zum Elektromobilitätsberater, Energieberater, Autovermietung/ Carsharing. Somit öffnen sich auch neue Berufe rund um dieses Thema. Andere Berufe verschwinden oder ändern sich. So bunt wie die Elektromobilität wird auch das Berufsleben sein. Es ist Phantasie gefragt. Und auch träumen ist erlaubt: vom Unverpackt-Laden mit Twizy-Vermietung. Träume sind bunt. Täglich arbeiten wir an unserer bunten Welt. Behaltet eure Phantasie, seid offen für alles.

Sonnige Grüße Andrea

Neues Jahr, neues…

… ja, was denn neues?

Neue Erkenntnisse: Mein langjähriges Husten stellt sich als Asthma heraus. „Darf’s ein bisschen mehr sein?“- beim Allergietest.  „Na dann einmal von jedem etwas bitte!“ Da sind wir in unserer Familie schon auf einem so guten Weg zur Ursprünglichkeit und trotzdem sind wir vor dieser Zivilisationskrankheit nicht sicher. Ich mach‘ das Beste draus.

Neue Kontakte: Ja die Kontakte sind wichtig. Stellt man sich vor, etwas zu organisieren, braucht man Freunde, Bekannte und Helferlein und einen guten Draht zum amt- welches auch immer. Für unsere Organisation zu den Treffen ist unser Ralf der wichtigste Mann. Bei ihm gehen die Anmeldungen ein und er sortiert und verwaltet. Einfach Klasse. Bekannte spricht man ja mal so an, weil man denkt, die können einem einen Rat geben. Weit gefehlt- sie packen gleich mit an. Sina Löhnert hat für uns die Flyer erstellt, hat sich immer neu ums Designund Formulierung gekümmert, bis wir endlich zufrieden waren. Vielen Dank Sina. Die ehemaligen und neuen Teilnehmer am Treffen kümmern sich um neue Anmeldungen. Die Thüringer gründen gleich mal eine Forumgruppe um ihre Anmeldungen zu koordinieren. Ihr seid einfach toll. Meine (ominöse) Arbeitskollegin, die sich ja einfach mal ein Elektroauto gekauft hat, kümmert sich um Stadtwerke und Ladeinfrastruktur in Reichenbach. Super! Unsere gut informierten freundlichen Autoverkäufer werden wieder zeigen, das es sie gibt, die Wissenden und Aufgeschlossenen.Mosaik LipsiaBei den Ämtern ist es schon etwas schwieriger. Die Regeln müssen eingehalten werden, die Straßenverkehrsordnung will beachtet sein und die Veranstaltung muss genehmigt werden. Ich hoffe sehr, dass die Details noch passend gemacht werden. Besonders in Greiz wünsche ich mir das sehr, weil die Mitarbeiterinnen im Unteren Schloss Greiz  sofort auf meine Idee eingegangen und hellauf begeistert sind. In Plauen kümmert sich Herr Löffler um unsere Belange und in Oelsnitz ist uns der Kulturverein und die Stadt mit der Orga sehr entgegengekommen und wir freuen uns im Schlosshof verweilen zu dürfen. Auf den Straßen im Vogtland sieht man immer mehr E-mobilisten die werden einfach mal angesprochen und nach einem kleinen Schnack zum Treffen eingeladen. Es bildet sich ein Netzwerk von Gleichgesinnten- es ist nicht (mehr) aufzuhalten.

Neues Treffen: Am 14. April ist es wieder soweit. Unser 6. MoT im Vogtland wird diesmal eine 70 km lange Tour durchs Vogtland an Schlössern, Burgen und Burgruinen vorbei. Mit kurzem oder etwas längeren Stopp, um sich den Etappenstempel abzuholen. Die Etappenstempel werden von verschiedenen Prinzessinen aus dem Vogtland vergeben. Die Kartoffelprinzessin wird uns von Mylau aus die gesamte Tour begleiten. In Greiz erwartet uns die Vogtländerin und weiter an der Burgruine Liebau erwarten uns De Gockeschen. In Leubnitz findet gleichzeitig ein Frühlingsfest statt und da sind wir gleich mal Programmpunkt geworden und die Ernteprinzessin wird dort den Stempel vergeben. Die Spitzenprinzessin erwartet uns in Plauen auf dem Neustadtplatz mit Blick zum Stadtschloss hinauf und dann versammeln sich alle zusammen mit der Sperkenprinzessin auf Schloss Voigtsberg in Oelsnitz. Die Voigtsberger Schloßstube wird uns mit einem Buffet beglücken und wir beschließen dort den Tag. Unterwegs und am Ziel sind Interessierte willkommen. Wir bieten erstklassige Informationen und die eine oder andere Probefahrt.

Also, nicht nur für uns Neues, sondern auch für jeden, der sich darauf einlässt.

Ein bisschen hin ist es ja noch, aber wir freuen uns schon drauf, alle unsere Freunde, Bekannte, Helferlein und Macher zu sehen. Bis bald!

 

Die entscheidenden 3 Jahre

Am 16.10.2014 änderte sich für uns alles. An diesem Tag wurde unser eGolf zugelassen und mit der ersten Fahrt in die Zukunft sollte sich unser Leben komplett verändern.

Das Erste was sich änderte war unsere Einstellung zum Fahren. Wir wägten ab, ob diese Fahrt jetzt wirklich sein sollte. Konnte man diesen Weg mit einer anderen Erledigung verbinden? Wollte noch jemand zum Ersatz unser anderes Auto (Verbrenner) nehmen? Beide, Frank und ich, wollten eigentlich nur noch mit dem Elektroauto fahren. Nun starteten wir ja zur kalten Jahreszeit mit unserem Golf und der kleinen Reichweite, aber wir erreichten alles, was wir wollten. Das Vorhaben Wave Trophy prasselte auf uns ein und wir waren im Elektroautofieber. Das könnt ihr alles weiter vorn nachlesen. Durch die Kontakte, die wir durch unsere Unternehmungen machten, wurde  Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung immer wichtiger für uns. Vielen Dank an Janbeck*s, wo ich immer eine Lektion mit nach Hause nehme, an Alex Holtzmeyer in Steyerberg wo wir gelernt haben, dass man Wiese essen kann 😉 Ein Prozess des Umdenkens begann. Nicht nur das Leben mit der Sonnenenergie, dem Eigenverbrauch unseres eigens erzeugten Stroms und damit das Laden der Fahrzeuge, das Nutzen der Früchte und Rohstoffe der Natur und zurück zu den Ursprüngen, wurde die letzten 3 Jahre immer wichtiger für uns. Ich stellte mir Fragen wie: Mit was wasche ich meine Wäsche? Wie funktioniert eigentlich Seife? Muss es immer Duschbad aus der Plastikflasche sein? Warum gibt es nicht eine größere Auswahl an Getränken in Glasflaschen? Wie bewahre ich meine Vorräte zu Hause auf. Ist meine Plastikbehälterschublade nicht schon voll genug? Wo kaufe ich am besten regionale Produkte ein? Über diese Sachen dachte ich vorher eher weniger nach. Als DDR-Kind stellte sich die Frage schlichtweg nicht und nach der Wende war man doch froh, dass es das alles gab. Aber warum eigentlich? Was braucht man denn wirklich? Somit habe ich nach Gläsern und Glasflaschen geschaut. Diese werden aufgehoben und darin Sirup, Milch und Vorräte aufbewahrt. Selbst hergestellte Wachstücher eignen sich bestens zum Einwickeln und Abdecken von Lebensmitteln. Seife kann man in Papier verpackt kaufen und auch selbst herstellen. Damit ergibt sich wieder die Grundlage Putz- und Waschmittel herzustellen. Sicher ist es noch nicht perfekt, aber es geht nur Stück für Stück. Es darf nicht „wehtun“. Dann behält man es bei.

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So ist es auch mit dem Elektroauto. 2015 sind wir das letzte Mal mit einem „Verbrenner“ und Wohnwagen in den Urlaub gefahren. Durch die Wave Trophy haben wir aber so viel Erfahrung gemacht, dass wir das schnell abgehakt hatten. Schlimmer war der Gedanke auf den Wohnwagen zu verzichten. Doch auch diese Entscheidung haben wir getroffen und Leiden nicht darunter. Da der eGolf ja nun seit 2014 unser Erstauto ist und der Verbrenner weg sollte, holten wir uns im Juni 2016 unserem kleinen Twizy. Jetzt haben wir so viel Auto wie wir brauchen. Wir brauchen im Prinzip keinen Akku mit 75, 90 oder gar 100 kWh, keinen SUV- ich finde es auch alles schick und toll, aber wir brauchen es nicht zum (über-) leben. Seit anderthalb Jahren unabhängig von schwankenden Bezinpreisen, lästigen Tankstellenbesuchen und teuren Wartungsleistungen in der Werkstatt gehen wir konsequent unseren Weg weiter. Es entsteht langsam Ladeinfrastruktur und es wird immer einfacher von A nach B und auch C zu kommen.

Wir sehen uns auch zunehmend konfrontiert mit Kritik. Da stehen wir drüber. Denn die Verbrenner-Modelle werden auch in herkömmlichen Werken hergestellt. Keiner kümmert sich dort um Emmissionen und Energieverbrauch bei der Herstellung. Ein Elektroauto hat weniger Teile, somit weniger Produktionsaufwand, weniger Zulieferer. Weniger Wartung, keine Emissionen während des Betriebes. Jetzt kommt noch, dass Arbeitsplätze wegfallen. (Im sozialen, pflegerischen Bereich fehlen Tausende Arbeitskräfte.) Die Digitalisierung kommt in jedem Bereich. Berufe ändern sich, werden sogar vielfältiger, vielleicht sogar kundenorientierter.

Jeder kann an seinem persönlichen Fußabdruck arbeiten. Mit den Varianten, die sich nach dem Elektroautokauf aufgetan haben, tun wir etwas dafür. Es geht nicht nur darum Elektroauto zu fahren. (Fahrrad find ich auch besser- geht aber nicht.) Es ist ein Gesamtpaket und jeder, der uns nicht kennt, sollte sich erst einmal mit unseren vergangenen 3 Jahren auseinandersetzen.

Sonnige Grüße

 

Lange nix von uns gehört…

Seit meinem letzten Blogeintrag ist wieder viel passiert und auch der ganz normale Alltagswahnsinn mit Arbeit, Schule und anderen Verrücktheiten 😉 wollen bewältigt werden.

Dieses Jahr war es uns ja leider nicht vergönnt, die Wave Trophy mit zu fahren, aber wir schaffen uns unsere eigene Welle. Regional gibt es ja doch recht viel zu tun. So sind wir also schon am organisieren unseres nächsten Treffens. Es soll in Bad Elster stattfinden. An den Feinheiten feilen wir noch, aber eines ist uns nach einem kleinen Spaziergang durch den Ort klar geworden: hier müssen wir etwas tun. Was durch diesen Ort an Verkehr fließt ist einfach unglaublich. LKW, Busse und Versorgungsfahrzeuge hinterlassen ihre Spuren in diesem doch herrlichen Kurort. Jeglicher Verkehr wälzt sich auf der Straße vorm König Albert Bad, Theater, Hotels und Kureinrichtungen. Wir wollen zeigen, wie angenehm sich Elektromobilität anfühlt.

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Wie angenehm sich Elektromobilität anfühlt konnte ich auch vergangenes Wochenende feststellen. Frank und ich machten uns auf den Weg zur Lipsia-e-motion. Für mich, als Fahrerin unseres e-Golf kein Problem, aber Frank absolvierte diese Tour mit dem Twizy.

Die Route plante ich im Vorfeld über die Landstraßen mit Ladepunkten, die für uns einen mindestens zweistündigen Aufenthalt bedeuteten. Der Twizy hat für uns eine Alltagsreichweite von etwas 60 km und so plante ich dann auch die Streckenabschnitte. Der erste Abschnitt sollte bis Zwickau zum Renault Autohaus Seidel reichen. Dort konnte man uns bei einem vorherigen Anruf nicht versprechen, ob wir an der vorhandenen Ladestation auch laden dürfen. Aber, wie es sich eben doch immer wieder bestätigt- ist alles ganz einfach. Ankommen, ansprechen, anstecken. Kleinen Obulus hinterlassen und mit einem Käffchen die Ladeweile genießen. So erging es Frank, der etwa 45 Minuten vor mir losgefahren ist. Er entschied sich für die kleinen Landstraßen und musste auch noch mit Widrigkeiten, nämlich gesperrten Straßen und Umleitungen kämpfen. Mit der Reichweite des Twizys kann man nicht mal eben 20 km umfahren. Aber wie ich bei einem Anruf unterwegs mit installierter Freisprecheinrichtung im Twizy 😉 erfuhr, war das alles ok. Ich fuhr aber doch etwas entspannter die Bundesstraße nach Zwickau und kam ca. 20 min. nach Frank an um auch einen Kaffee zu trinken und nicht zu laden.

Die nächste Etappe führte uns nur  38 km nach Altenburg. Nach knapp zwei Stunden Ladezeit im Autohaus war der Akku nach dem letzten Fahrprofil für 37 km geladen. „Reicht“, sagt Frank und los ging’s. Die Fahrt auf der Bundestraße 93 zehrte schon recht am Akku unseres Kleinen. Frank nahm es gelassen und fuhr eben etwas langsamer. Zum Glück war die Bundesstraße auch stellenweise vierspurig, sodass dann allzu genervte und von der Hektik getriebene Verbrennerfahrer vorbeifahren konnten. Mit doch 10 km Restreichweite kamen wir in Altenburg in der Wettinerstraße am Bahnhof an. Frank konnte dort kostenlos laden, ich musste mit dem Golf nicht. Hier machten wir einen längeren Ladehalt und aßen im Ratskeller auf dem Marktplatz gut zu Mittag.

Nach gut zwei Stunden starteten wir zur letzten Etappe nach Leipzig ins Westwerk. Auch hier die Reichweite geradeso zum Erreichen des Ziels. Aber was soll’s: Laden kann man überall! Bundesstraße 2 macht mit Twizy keinen Spaß, aber verschaffte uns ein schnelles Ankommen am Envia Vertriebsbüro in Markkleeberg, wo Frank den Twizy für ein paar Restkilometer ansteckte. Der Golf musste immernoch nicht Laden- es waren noch über 50 km Reichweite möglich. Nach 20 Minuten Fahrzeit durch Leipzig erreichten wir das Jahrtausendfeld zur Fahrzeugabnahme und steuerten dann das Westwerk an, wo Frank den Twizy neben Otto Schönbachs Twizy aus München abstellte. Im Vergleich zu ihm, war unsere Fahrt ein Klacks und auch Frank Beß aus Niedersachsen hatte wesentlich mehr Kilometer zurückgelegt um zur Lipsia-e-motion nach Leipzig zu kommen. Bis zur Eröffnungsveranstaltung waren es noch ein paar Stunden Zeit (auch als Elektromobilist ist pünktliches Erscheinen möglich), und somit fuhren wir auf unseren Campingplatz- ein Ladeparadies. Wir bauten unser Zelt auf und verpackten den Twizy gleich mit unter dem Überzelt, wo er angesteckt am Campingplatzstrom gleich geschützt war, vor dem herannahenden Gewitter. Mit dem Golf, der dann über Nacht auf dem Campingplatz geladen wurde, sind wir dann zurück in die Stadt gefahren. Hier im Westwerk trafen wir zur Eröffnungsveranstaltung gute und lieb gewonnene Bekannte wieder. Das Team der Lipsia-e-motion stimmte uns mit einem Progamm auf die bevorstehenden „Electric games“ ein. Das Konzept des Treffens erreichte an diesem Wochenende was es sollte: aufmerksam machen, dass Elektromobilität funktioniert, zusammenbringt und nachhaltig ist. An dieser Stelle somit ein großes Dankeschön an Lutz Förster und das gesamte Team hinter ihm. Die Programmpunkte waren mit Teamaufgaben, Flashmob an den Ladesäulen in Leipzig, Electric Avenue, Lipsia Night, 7-Brücken-Tour und Stadtführung super organisiert. Wir haben eine schöne Zeit hier verbracht und haben wieder viele Freunde kennen gelernt, Eindrücke und Erfahrugen machen dürfen. Frank hat die Einladung zum Bundestwizytreffen bekommen- das reizt schon.

Diese Erinnerungen nahmen wir mit nach Hause, auf unseren 8-Stündigen Heimweg, wieder über Böhlen, Altenburg, Zwickau. Die Rückfahrt hat genauso wenig weh getan, wie die Hinfahrt. Frank hatte zwar das schwierigere Fahrprofil aber der e-Golf als Begleitfahrzeug gab uns Sicherheit. Wir mussten uns nicht mit dem Laden des Golf’s stressen, weil er diese Strecke ohne Probleme mit einer Akkuladung geschafft hat. Entspanntes Fahren, entschleunigen, ausgeruht ankommen. Immernoch gilt: Der Weg ist das Ziel!